• vom 08.10.2010, 17:57 Uhr

Chronik


Schlamm, Öl und Goldabbau




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  • Gefahrenherde an der Donau.
  • Wien. Der ungarische Aluminiumerzeuger MAL AG ist laut WWF international nicht die einzige Umweltbombe entlang der Donau. In Ungarn gibt es mindestens 60 weitere solche Haltebecken mit Industrie-Abfällen. Das größte Rotschlammbecken liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Budapest, in Almasfüzitö, in einem Erdbebengebiet fast direkt an dem Fluss.



In Serbien befinden sich laut der Umweltorganisation zwei problematische Industriekomplexe in Donau-Nähe, unter den Anlagen sind eine Fabrik für Düngemittel, eine zur Herstellung von Vinyl-Chlorid und zwei Öl-Raffinerien. 2006 ist eine massive Ölverschmutzung der Donau durch den Schaden einer Raffinerie im ostserbischen Prahovo verursacht worden. Ein riesiger Ölfleck, 140 Kilometer lang und 150 Meter breit, wurde im rumänischen und bulgarischen Teil der Donau gesichtet.


In Rumänien stehen zwei Aluminiumhütten in Galati und Tulcea direkt am Donauufer. Im Aluminiumwerk Tulcea werden laut WWF auf 20 Hektar giftiger Rotschlamm gelagert. "Ätzende und giftige Staubwolken und viele Lecks hatten bereits Fisch- und Vogelsterben ausgelöst. Ein Unfall dort würde das Donaudelta und die Tierwelt massiv bedrohen", so die Organisation. Die Becken würden bereits lecken und "die Giftstoffe können durch Wind und Regen in die Umwelt gelangen". Weitere Risiko-Betriebe befinden sich in Planung, inklusive einer umstrittenen Goldmine in Rosea Montana.



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Dokument erstellt am 2010-10-08 17:57:00

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