• vom 06.10.1999, 00:00 Uhr

Chronik

Update: 06.04.2005, 15:57 Uhr

Tote und Verletzte bei Zugunglück in London

Intercity und Schnellzug bei Bahnhof Paddington zusammengestoßen




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  • Bei einem schweren Zugunglück sind am Dienstag in London mindestens acht Menschen getötet und 160 verletzt worden, 18 von ihnen schwer. Im morgendlichen Berufsverkehr waren etwa 3 km vom Bahnhof
  • Paddington in West-London entfernt ein Intercity und ein Schnellzug zusammengestoßen. Mehrere Waggons entgleisten und gerieten in Brand.

Einer der Überlebenden berichtete: "Draußen flogen brennende Trümmer vorbei, und überall war Rauch. Es war furchtbar, aber irgendwie schafften wir es, nach draußen zu kommen." Andere Augenzeugen


berichteten, dass einige Passagiere durch die Wucht des Zusammenstoßes aus den Fenstern geschleudert worden seien.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Im Fernsehen wurden sofort schwere Vorwürfe gegen die britische Bahn erhoben, da sich vor zwei Jahren auf derselben Strecke schon einmal ein Unglück mit

sieben Toten und 150 Verletzten ereignet hatte. Gewerkschaftsvertreter beschuldigten die Bahn, ihre hohen Gewinne seit der Privatisierung nicht mehr in die Sicherheit ihrer Züge zu investieren.

Der britische Verkehrsminister John Prescott kündigte noch an der Unfallstelle eine eingehende Untersuchung der Vorfälle an.

Feuerwehr und Bahnpolizei begannen nach den ersten Rettungseinsätzen mit der systematischen Durchsuchung der zerstörten Waggons. Bis zum Nachmittag konnten sie alle Passagiere bergen, die noch in den

Trümmern eingeschlossen waren. Sechs Krankenhäuser in der Umgebung versorgten insgesamt 124 Verletzte. Viele von ihnen hatten Brandwunden.

In Schulen und in einem Supermarkt wurden die Leichtverletzten versorgt. Der Bahnhof Paddington, einer der größten des Landes, wurde für den ganzen Tag geschlossen. Dadurch fiel auch die wichtigste

Bahnverbindung zum Londoner Flughafen Heathrow aus.



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Dokument erstellt am 1999-10-06 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-06 15:57:00


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