• vom 29.08.2011, 10:30 Uhr

Chronik

Update: 29.08.2011, 14:52 Uhr

Flughafen Wien

Dritte Piste: Für Flughafen Wien gibt es keine Alternative




  • Artikel
  • Kommentare (5)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Öffentliche Verhandlung hat begonnen
  • Sonst Qualitätsverlust bei Kapazitätsmangel.
  • Proteste von Bürgerinitiativen und Grünen in Schwechat.

Am Montag, 29. 8. 2011, beginnen die mündlichen Verhandlungen über die dritte Piste am Flughafen Wien. Dagegen formiert sich Protest. - © APAweb / Ernst Weiss

Am Montag, 29. 8. 2011, beginnen die mündlichen Verhandlungen über die dritte Piste am Flughafen Wien. Dagegen formiert sich Protest. © APAweb / Ernst Weiss

Schwechat. Im Multiversum in Schwechat hat am Montag die mündliche Verhandlung zum geplanten Bau einer dritten Piste auf dem Flughafen Wien begonnen. Etwa 250 Personen trugen sich in der Früh in die Teilnehmerlisten ein. Die Halle war für 2300 Besucher ausgelegt. Bei der bis 7. September anberaumten Verhandlung sind 144 Wortmeldungen angekündigt. Die Möglichkeit zur Eintragung bestand am Montag bis Mittag.


Am Nachmittag wurde zuerst das Projekt durch die Flughafen Wien AG vorgestellt. Zur dritten Piste gebe es "nach unserem Dafürhalten" keine Alternative, stellte der scheidende Interimschef der Flughafen Wien AG, Christoph Herbst, am Montagnachmittag bei der mündlichen Verhandlung zu dem Projekt fest. Keine dritte Start- und Landsbahn wäre "nicht ein Genickbruch". Aber der Airport müsste sein Geschäftsmodell umstellen - vom Hub zum "normalen Flughafen" mit Punkt-zu-Punkt-Verkehr.

  Mit dem Projekt gehe es insbesondere um "höhere Kapazität in der Spitzenstunde", führte Herbst aus. Das sei ein wichtiger Faktor, um ein leistungsfähiges Drehkreuz betreiben zu können. Als solches, insbesondere nach Osteuropa (mit 40 Destinationen), sehe sich der Flughafen Wien. In der Spitzenzeit seien derzeit 68 bis knapp über 70 Flugbewegungen pro Stunde möglich. Mit einer dritten Piste wären es bis zu 100.

  Ein Mangel an Kapazität führe zu Qualitätsverlust, so Herbst weiter. Er verwies in diesem Zusammenhang auch darauf, dass Frankfurt im Oktober eine vierte, München vermutlich 2015 eine dritte Piste in Betrieb nehmen werde.

  Herbst erläuterte aucht, dass Bratislava keine Alternative zu einer weiteren Start- und Landebahn in Wien sein könne. Dies vor allem deshalb, weil die Home-Carrier AUA und Niki keine zwei Drehkreuze betreiben würden. Deshalb gehe es darum, "Kapazität und Qualität" in Wien zu bieten.

Proteste aus der Bevölkerung

Die aus 15 Bürgerinitiativen bestehende und im "Dialogforum Flughafen Wien" vertretene "ARGE gegen Fluglärm" hat im Gespräch mit der APA die Hoffnung geäußert, "dass nicht schon alles fixiert und die Verhandlung nicht nur ein Formalismus ist". Die Behörde möge demnach "ein offenes Ohr für die Bevölkerung" haben.

Viktor Horak von der ARGE kritisierte, dass An- und Abflugrouten nicht Bestandteil des UVP-Verfahrens seien. Gerade diese stellten die "Hauptursache für die Lärm- und Umweltbelastung der überflogenen Gebiete" dar. Die Behörde argumentiere, dass die Routen von der Austro Control festgelegt würden, so Horak.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Schlagwörter

Flughafen Wien

5 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2011-08-29 10:31:44
Letzte Änderung am 2011-08-29 14:52:34


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Neue Aufgaben für Sexarbeiterinnen
  2. Winterlicher Wochenbeginn mit erstem Schneefall
  3. Ein Warnzeichen namens Selbstzensur
  4. Vorwürfe zu rechtsextremem Security seien "restlos aufzuklären"
  5. Hurra, wir leben noch
Meistkommentiert
  1. UNO-Migrationspakt sorgt für Kontroversen
  2. Namenspflicht gegen Hass im Netz
  3. "Die Zeichen stehen auf Sturm"
  4. Verdacht auf Spionage
  5. "Großteil der Fälle ist Verhetzung"

Werbung




Werbung