• vom 11.06.2014, 16:43 Uhr

Chronik


Missbrauchsvorwürfe

Ermittlungen gegen Seisenbacher bald abgeschlossen




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    Wien. In der Causa Peter Seisenbacher, gegen den die Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Unmündigen ermittelt, wurden am Mittwoch weitere Vorwürfe bekannt. Demnach soll sich der Doppelolympiasieger im Judo Anfang der Nullerjahre an mindestens vier noch unmündigen Mädchen vergangen haben. Eine Betroffene soll sich zum Tatzeitpunkt noch im Volksschulalter befunden haben und damit deutlich unter 14 Jahre alt gewesen sein.


    Die Ermittlungen waren schon im Herbst 2013 ins Laufen gekommen, nachdem sich Betroffene direkt an die Staatsanwaltschaft gewendet hatten. Daraufhin wurden umfangreiche Erhebungen in die Wege geleitet. "Es hat natürlich auch schon Vernehmungen gegeben", hieß es seitens der Anklagebehörde am Mittwoch gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Der Goldmedaillengewinner von Los Angeles 1984 und Seoul 1988 wird von vier mittlerweile erwachsenen jungen Frauen belastet, die er nach seiner aktiven Karriere als Wiener Vereinstrainer betreut hatte.

    Für den 54-Jährigen, der sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert hat, gilt die Unschuldsvermutung. Dem Vernehmen nach sollen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen beinahe abgeschlossen sein. Im Wesentlichen dürfte nur noch der Abschlussbericht der Polizei ausständig sein. Im Fall einer Anklageerhebung drohen Seisenbacher bis zu zehn Jahre Haft, sollte sich bestätigen, dass er mit unmündigen Mädchen den Beischlaf oder "eine dem Beischlaf gleichzusetzende geschlechtliche Handlung" vollzogen hat, wie es heißt. Die konkreten Vorwürfe lauten auf schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen laut Paragraph 206 Strafgesetzbuch und sexuellen Missbrauch von Unmündigen laut Paragraph 207.




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    Dokument erstellt am 2014-06-11 16:47:03


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