• vom 13.02.2016, 07:51 Uhr

Chronik


Valentinstag

Männer schenken Blumen, Frauen gerne Zeit




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  • Der Sonntag beschert dem Blumenhandel einen Freudentag. Durchschnittlich werden 30 Euro pro Person für den Valentinstag ausgegeben.

20 Millionen Schnittblumen werden heuer verschenkt.

20 Millionen Schnittblumen werden heuer verschenkt.© dpa 20 Millionen Schnittblumen werden heuer verschenkt.© dpa

Wien. Die unangefochtene Nummer eins bei Geschenken zum Valentinstag bleiben Blumen. Aber auch Süßes und Restaurantbesuche stehen hoch im Kurs, ergab ein Consumer Check des Handelsverbands. Auffällig ist, dass Frauen und Männer mit durchschnittlich 30 Euro gleich viel für Geschenke ausgeben - und das obwohl Frauen gerne Immaterielles schenken und ihren Partner mit gemeinsamer Zeit oder Ausflügen beglücken.

Der große Profiteur des Valentinstags ist eindeutig der Blumenhandel, dem vor allem schenkende Männer einen Freudentag bescheren. "Auch heuer werden in Österreich wieder rund 20 Millionen Schnittblumen und zwölf Millionen Topfpflanzen verschenkt", berichtete Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes, von den Ergebnissen der aktuellen Marketagent-Umfrage.


Jede zweite befragte Person überreicht am 14. Februar Pflanzen. Für knapp 70 Prozent der Männer scheint der Blumenstrauß das perfekte Geschenk zu sein. Ebenfalls beliebt sind Süßigkeiten. Jeder Dritte aller Beschenkten erhält Schokolade, Pralinen oder sonstige Süßigkeiten. Aber auch die Gastronomie darf sich auf den Tag der Liebe freuen. "In der jungen Generation der unter 30-Jährigen plant jeder Dritte einen Restaurantbesuch beziehungsweise gemeinsam auswärts essen zu gehen", sagte Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

Geschenke für die Liebsten werden allerdings recht kurzfristig gekauft, etwa ein bis zwei Tage vor dem Valentinstag. Zehn Prozent besorgen ihr Präsent sogar erst am Valentinstag selbst. Die Last-Minute-Suchenden können froh sein, dass zumindest die Blumenhändler am Valentinstag - 2016 an einem Sonntag - geöffnet haben.

Knapp 30 Prozent der Österreicher sparen sich den Stress und verzichten gänzlich auf Geschenke. Ebenso viele beschenken dafür mehr als eine Person. Ob es sich dabei neben den Partnern um Mütter, Omas, Väter oder andere handelt, ist nicht erhoben worden.

Nicht nur Geschäftemacherei
Auch wenn der Valentinstag, wie auch der Muttertag, für viele nur eine Geschäftemacherei ist, bietet er doch für Paare das Potenzial, sich Zeit füreinander und die gemeinsame Beziehung zu nehmen, erklärt die Tiroler Sexualpsychologin Daniela Renn. Wer dies jedoch nur einmal im Jahr tut, der wird damit wenig Erfolg haben.

Wer mit großen Erwartungen in den Valentinstag geht, der kann aber enttäuscht werden. "Es ist wichtig zu klären, was man gerne hätte, sonst riskiert man Enttäuschungen", meinte Renn. Dafür geht so jede Spontaneität flöten, weil die Überraschung und das "Prickeln" fehlt. Aber das sollte wohl jeder für sich selbst entscheiden.




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Dokument erstellt am 2016-02-12 16:56:05


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