• vom 24.03.2016, 15:07 Uhr

Chronik

Update: 24.03.2016, 15:15 Uhr

Familienformen

Immer mehr Paare ohne Trauschein




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  • Anteil stieg seit 1985 von 4,1 auf 18,1 Prozent.

Wien. Die Zahl der Ehepaare in Österreich ist in den vergangenen Jahren fast unverändert geblieben, stark gestiegen ist aber die Zahl der nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften. Das geht aus Berechnungen der Statistik Austria hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurden. Lebten vor 30 Jahren nur 4,1 Prozent der Paare ohne Trauschein zusammen, so waren es im Vorjahr 18,1 Prozent.

Insgesamt gab es im Jahr 2015 rund 2,389.000 Familien in Österreich, darunter 1,713.000 Ehepaare und 379.000 Lebensgemeinschaften sowie rund 296.000 Ein-Eltern Familien, wie die Statistik Austria auf Basis der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung erhob.

Zahl der Ehepaare stagniert

Von 1985 bis 2015 nahm die Zahl der Familien in Österreich um 16 Prozent von 2,052.000 auf 2,389.000 zu. Die absolute Zahl der Ehepaare veränderte sich dabei kaum (1985: 1,710.000; 2015: 1,713.000). Zuwächse gab es hingegen bei den nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften: Lebten vor 30 Jahren nur rund 73.000 Paare (4,1 Prozent aller Paare) ohne Trauschein in einem Haushalt zusammen, war es im Jahresdurchschnitt 2015 bereits mehr als jedes sechste Paar (18,1 Prozent; 379.000).

Obwohl die Zahl der Paare mit Kindern insgesamt in den vergangenen 30 Jahren fast unverändert blieb, ist der Anteil der Ehepaare mit Kindern an allen Familien rückläufig. Während 1985 noch 53,8 Prozent (1,104.000) aller Familien aus verheirateten Paaren mit Kindern bestanden, war dies 2015 nur noch zu 39,0 Prozent (931.000) der Fall.

Lebensgemeinschaften mit Kindern deutlich höher

Dagegen erhöhte sich die Zahl der Lebensgemeinschaften mit Kindern deutlich von 27.000 (1,3 Prozent aller Familien) im Jahr 1985 auf 163.000 (6,8 Prozent) im Jahr 2015. 14,2 Prozent aller Familien mit Kindern unter 15 Jahren waren im Vorjahr Ein-Eltern-Familien. Dieser Wert hat sich in den letzten zehn Jahren nur unwesentlich verändert.

In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um alleinerziehende Mütter (13,3 Prozent), bei denen 11,7 Prozent aller Kinder unter 15 Jahre lebten. Hingegen gab es unter allen Familien mit Kindern unter 15 Jahren nur rund 1 Prozent alleinerziehende Väter, bei denen 0,7 Prozent aller Kinder im betreuungspflichtigen Alter unter 15 Jahren lebten.





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Dokument erstellt am 2016-03-24 15:09:03
Letzte Änderung am 2016-03-24 15:15:01



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