• vom 12.12.2017, 07:54 Uhr

Chronik

Update: 12.12.2017, 12:58 Uhr

Kärnten

Föhnsturm fegt über Südösterreich




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Von WZ Online, APA

  • Umgestürzte Bäume, Überflutungen, abgedeckte Häuser und großflächige Stromausfälle: Feuerwehren im Dauereinsatz.

Auch in der Südsteiermark kam es zu erhebnlichen Schäden wegen des Föhnsturms.

Auch in der Südsteiermark kam es zu erhebnlichen Schäden wegen des Föhnsturms.© APAweb/BFVDL Auch in der Südsteiermark kam es zu erhebnlichen Schäden wegen des Föhnsturms.© APAweb/BFVDL

Klagenfurt. Ein Föhnsturm fegt seit dem späten Montagnachmittag über Kärnten und hat massive Schäden angerichtet. Bis Dienstag gegen 11.00 Uhr verzeichnete die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ) rund 500 Feuerwehreinsätze. Die Menschen in den betroffenen Gebieten in Südkärnten wurden dazu aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben. In Schulen und Kindergärten gab es nur einen Notbetrieb.

Betroffen sind vor allem das Rosen- und das Jauntal sowie der Bezirk Völkermarkt. "Es geht noch immer rund", sagte LAWZ-Bereichsleiter Hermann Maier am Dienstagvormittag. "Wir fangen jetzt langsam an, die Schäden zu beseitigen, nachdem wir jetzt Tageslicht haben und der Sturm etwas nachgelassen hat." In den Bezirken Wolfsberg und St. Veit sammelten sich am Vormittag die Katastrophenzüge. Sie rückten nun zur Unterstützung der Südkärntner Kollegen in die betroffenen Gebiete ab. Zu tun hatten es die Einsatzkräfte dort mit zig umgestürzten Bäumen, verlegten Straßen und überfluteten Kellern.

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Grafik zum Vergrößern bitte anklicken.© APAweb Grafik zum Vergrößern bitte anklicken.© APAweb

Massive Windwürfe 

Der Völkermarkter Bezirkshauptmann Gert Klösch sagte, die am stärksten betroffenen Gebiete seien Ferlach (Bezirk Klagenfurt-Land) und Bad Eisenkappel (Bezirk Völkermarkt). Der Raum Bad Eisenkappel wurde vom Bundesheer überflogen, bei Ferlach war es der Polizeihubschrauber. "Es gibt massive Windwürfe und wir kämpfen derzeit auch mit dem Wasser. Weil es in den Schnee hineingeregnet hat, sind die Flüsse angeschwollen." Die Vellach führte laut hydrographischem Dienst des Landes zehn- bis 30-jährliches Hochwasser.

Für die Einsatzkräfte wurden mittlerweile Verkehrswege nach Bad Eisenkappel geöffnet, für Private war es wegen der Überflutungen zunächst noch zu gefährlich, so Klösch. Die Beseitigung von Verklausungen wurde in Angriff genommen, außerdem versuchten die Behörden, das Fernheizwerk, das Altersheim und das örtliche Kurhotel mit Hilfe von Notstromaggregaten wieder mit Elektrizität zu versorgen. Klösch: "Am elektrischen Netz gibt es massive Zerstörungen. Das wird ein bis zwei Tage dauern." Ein weiteres akutes Problem waren abgedeckte Häuser. "Die müssen abgedichtet werden. Wir tragen Planen und Geräte zusammen, um auf die Häuser hinaufzukommen."

Von der Außenwelt abgeschnitten

Im Bezirk Klagenfurt-Land waren die Aufräumarbeiten schon weiter. "Wir sind dabei die Infrastruktur wieder herzustellen, viele Verkehrswege sind wieder frei", sagte Bezirkshauptmann Johannes Leitner. Zell-Pfarre war allerdings am Vormittag noch von der Außenwelt abgeschnitten. "Auch telefonisch, weder am Festnetz noch am Handy, kommen wir nicht durch", so Leitner. Ein Polizeihubschrauber versuchte, in die abgelegene Gemeinde vorzudringen. Einige Ortschaften im Bezirk waren weiterhin ohne Strom. Die Straße über den Loiblpass war wegen Vermurungen weiterhin gesperrt.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-12-12 07:55:34
Letzte Änderung am 2017-12-12 12:58:21


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