• vom 03.01.2018, 17:27 Uhr

Chronik

Update: 03.01.2018, 17:41 Uhr

Unwetter

Sturm Burglind fegt durch Österreich




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  • In Tirol und Vorarlberg erreichte der Sturm bis zu 155,9 Stundenkilometer. Die Deutsche Bahn sperrte zahlreiche Strecken.

Rund um den Bodensee wurden hohe Windspitzen gemessen. - © apa

Rund um den Bodensee wurden hohe Windspitzen gemessen. © apa

Wien/Berlin/Paris. Nachdem Vorboten des Sturms Burglind bereits in der Nacht auf Mittwoch mit 200 Stundenkilometern über die Schweiz gefegt waren, erreichte dieser gestern Deutschland und Österreich. An der Messstation am Galzig (2079 Meter) in Tirol wurden 155,9 Stundenkilometer gemessen. 128,2 Stundenkilometer erreichte eine Windböe am Valluga in den westlichen Lechtaler Alpen auf Vorarlberger Gebiet in 2805 Metern Seehöhe. Vom Sturm besonders betroffen waren das nördliche Vorarlberg sowie das Tiroler Außerfern, hieß es von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg).

In Kitzbühel wurde eine Seilbahn, die Hornbahn, evakuiert, nachdem sie durch einen technischen Defekt aufgrund eines Windstoßes zum Stillstand gekommen war. Am Innsbrucker Bergisel wurde das Training der Skispringer für den dritten Bewerb der Vierschanzentournee verschoben. In Vorarlberg gab es hunderte Feuerwehreinsätze unter anderem wegen abgedeckter Dächer oder umgestürzter Bäume.


Die Zamg gab für Mittwoch und Donnerstag für zahlreiche Regionen Sturmwarnungen aus. Tiefe Lagen waren demnach vor allem in den Tälern Westösterreichs und in exponierten Lagen im Flachland Ostösterreichs betroffen.

Langsame Entspannung
Die höchsten Windspitzen wurden für Mittwoch erwartet. Heute, Donnerstag, soll der Wind wieder etwas abschwächen. Die Böen werden der Zamg zufolge meist nur noch 60 bis 80 Stundenkilometer erreichen. Nur auf den Bergen sind auch noch am Donnerstag 100 Stundenkilometer und mehr möglich. Im Laufe des Tages sollte der Wind langsam nachlassen.

Mit Wucht ist das Sturmtief Burglind am Mittwoch auch auf mehrere deutsche Bundesländer getroffen. Umgestürzte Bäume und heftiger Regen behinderten etwa in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern den Verkehr. Auch der Regional- und Fernverkehr der Bahn war gestört - zum Beispiel auf den Strecken von Köln nach Bonn, Aachen, Koblenz und Niederlahnstein sowie von Aachen nach Krefeld eingestellt.

Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Auf Deutschlands höchstem Berggipfel, der Zugspitze, fuhr die Zahnradbahn nicht. Das Skigebiet Garmisch-Classic blieb geschlossen. In Cuxhaven wurde die einzige Insel-Fährverbindung nach Helgoland vorsorglich eingestellt.

In anderen europäischen Ländern sorgte das Tief - dort unter dem Namen Eleanor - ebenfalls für Chaos. In Frankreich wurde ein Mensch getötet, mehrere weitere wurden verletzt. Ein Skifahrer sei auf einer Piste in Morillon in den französischen Alpen von einem Baum erschlagen worden, so die Polizei. Der Verkehr auf den Flughäfen Basel-Mulhouse-Freiburg und Straßburg im Elsass wurde vorläufig eingestellt. In Frankreich, Irland und Großbritannien waren tausende Haushalte ohne Strom.




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Dokument erstellt am 2018-01-03 17:32:05
Letzte nderung am 2018-01-03 17:41:06



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