• vom 28.05.2018, 07:49 Uhr

Chronik

Update: 28.05.2018, 12:31 Uhr

Gesundheit

Wiener Kinder essen am gesündesten




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Von WZ Online, APA

  • Bio, regional, Fleisch: Greenpeace hat das heimische Kindergarten- und Schul-Essen getestet.

Greenpeace hat ein Schul- und Kindergartenranking zur Qualität der Verpflegung erstellt. Wien führt, das Burgenland und Tirol sind die Schlusslichter.

Greenpeace hat ein Schul- und Kindergartenranking zur Qualität der Verpflegung erstellt. Wien führt, das Burgenland und Tirol sind die Schlusslichter.

Das Ergebnis und die Punktevergabe im Detail: Wurden politische Vorhaben formuliert? Wurden diese umgesetzt? Gab es Initiativen oder offizielle Empfehlungen?

Das Ergebnis und die Punktevergabe im Detail: Wurden politische Vorhaben formuliert? Wurden diese umgesetzt? Gab es Initiativen oder offizielle Empfehlungen?© Greenpeace Das Ergebnis und die Punktevergabe im Detail: Wurden politische Vorhaben formuliert? Wurden diese umgesetzt? Gab es Initiativen oder offizielle Empfehlungen?© Greenpeace

Wien. In Sachen gesundes und umweltfreundliches Essen in Kindergärten und Schulen belegt Wien den ersten Rang, mit großem Abstand gefolgt von Oberösterreich. Das ergab ein Test der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die sich die Qualität der Verpflegung der Kinder im Bundesländervergleich angesehen hat.

Bio, regional, weniger fleischlastig - diese Faktoren verhalfen der Hauptstadt zu ihrer Führungsposition. Denn lediglich Wien habe in diesen drei untersuchten Kategorien - biologische Lebensmittel, regionale Lebensmittel und weniger, dafür besseres Fleisch - bereits wesentliche Schritte unternommen, hieß es am Montag in einer Aussendung der NGO.

Information

Das Bundesländer-Ranking im Detail


40 Prozent Bio an Wiener Schulen

Nach dem zweitplatzierten Oberösterreich folgen auf Platz drei punktegleich Kärnten und Niederösterreich, dahinter Salzburg sowie Vorarlberg (beide ex-aequo auf Platz fünf) und die Steiermark (Platz sieben). Den letzten Platz teilen sich Tirol und das Burgenland.

Die Bundesländer im Vergleich. Manche Plätze sind doppelt vergeben.

Die Bundesländer im Vergleich. Manche Plätze sind doppelt vergeben.© Greenpeace Die Bundesländer im Vergleich. Manche Plätze sind doppelt vergeben.© Greenpeace

Wien komme in den öffentlichen Pflichtschulen bereits auf 40 Prozent Bio-Anteil, in den Kindergärten sind es im Schnitt sogar 50 Prozent. Regionales Essen sowie mehr Alternativen zu Fleischmahlzeiten würden in Wien forciert. Im zweitgereihten Oberösterreich bieten Landesschulen bereits viel biologisches und regionales Essen an.

"Was Kinder untertags in den öffentlichen Einrichtungen zu essen bekommen, ist ein wichtiges Thema für viele Eltern. Ob Grießkoch, Hühner-Sticks oder Gemüselasagne: Es muss nicht nur schmecken, die Ernährung ist auch entscheidend für die Gesundheit der Kinder und ihre weitere Entwicklung", betonte Greenpeace-Sprecher Sebastian Theissing-Matei. Die industrielle Produktion von Lebensmitteln, mit hohem Einsatz von Pestiziden und Antibiotika, schade auch der Umwelt massiv.

NGO fordert von Politikern Vorgaben

Die NGO fordert nun von Österreichs Landeshauptleuten verbindliche Vorgaben für gesundes und umweltfreundliches Mittagessen in Schulen und Kindergärten. Denn hierzulande würden die Landesregierungen entscheidenden Einfluss darauf nehmen, was in den Schulen und Kindergärten des Landes oder der Gemeinden serviert wird.

Handlungsbedarf sei jedenfalls gegeben: Fast jedes dritte Kind, das in Österreich die dritte Klasse Volksschule besucht, ist laut einer WHO-Studie übergewichtig. "Grund dafür ist neben zu wenig körperlicher Bewegung meist eine ungesunde Ernährung, vor allem zu viel Fleisch und Zucker, dafür zu wenig Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte", so Theissing-Matei. "Mittelfristig sollte mindestens die Hälfte der Lebensmittel aus biologischer Produktion stammen und ebenso mindestens die Hälfte der Lebensmittel regional bezogen werden." Fleisch sollte nur an zwei der fünf Tage auf dem Speiseplan stehen.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-28 07:51:34
Letzte Änderung am 2018-05-28 12:31:21


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