• vom 09.06.2018, 12:00 Uhr

Chronik


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Die Grenzen der Politik
Ausgehend vom Thema Klimawandel steuerte die Podiumsdiskussion schnell auf die Grenzen der Politik zu. Die Schüler der HTL Donaustadt (Gold Award) hatten gefragt, ob mit den natürlichen Ressourcen verantwortungsvoll umgegangen werde. Eine Frage, die man wohl ehrlicherweise mit "Nein" beantworten müsste. Alexander Eppler, Bildungsbeauftragter der Wirtschaftskammer Wien, verwahrte sich gegen weitere Regulation durch den Staat: "Man kann der Wirtschaft nicht vorschreiben, was sie produzieren soll und was nicht." Er empfahl individuelle Maßnahmen, um den Klimawandel zu stoppen, wie etwa, mit den eigenen Kindern in die Natur zu gehen.

Nina Kusturica nahm diesen Faden später noch einmal auf. "Wir haben eigentlich nicht gelernt, politische Mechanismen zu analysieren und politisch Einfluss zu nehmen. Und ich denke, dass auch die heutigen Schüler und Schülerinnen das nicht in der Schule lernen." Die Regisseurin machte sich für eine umfassendere Medienbildung stark, die sich auch mit der öffentlichen Meinungsbildung durch visuelle Medien auseinandersetzen solle. "In Bezug darauf kann man von der Politik wahrscheinlich nicht viel erwarten. Das muss zum Beispiel von den Schulen kommen."

Analoge Lösungen
Die Digitalisierung bringt Risiken der Manipulation und der Vereinzelung mit sich, wie es das bafep 21, Silver-Award-Preisträgerin, formulierte. Christiane Spiel: "Die Situation ist für Politik und Gesellschaft neu. Auch die Wissenschaft hat keine Erfahrung mit der neuen Form von Öffentlichkeit, die durch Soziale Medien entsteht. Wir haben gleichzeitig eine große Nähe und eine große Distanz zu anderen Menschen. Wir müssen erst lernen, damit umzugehen."

Und, so eine weitere Befürchtung, formuliert unter anderem von der HTL Villach, Bronze-Award-Preisträgerin, die Digitalisierung kann Arbeitsplätze vernichten. Alexander Eppler dazu: "Ich will an der Stelle an die Eltern appellieren: Sie sollten mehr auf die Talente ihrer Kinder schauen und sie nicht um jeden Preis zu einem akademischen Beruf drängen, mit dem sie dann unglücklich werden. Menschliches Handwerk ist außerdem sehr schwer zu automatisieren."

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-08 15:58:29
Letzte Änderung am 2018-06-08 16:10:22


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