• vom 01.09.2018, 11:48 Uhr

Chronik

Update: 01.09.2018, 14:00 Uhr

Unfall

Bundesheer-Boot auf Donau gekentert




  • Artikel
  • Kommentare (2)
  • Lesenswert (19)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Zwei Mädchen mussten nach dem Umfall reanimiert werden. Die Unfallursache ist vorerst unbekannt.

20180901Donau

20180901Donau© APAweb / Harald Schneider 20180901Donau© APAweb / Harald Schneider

Hainburg. Bei einer Ausfahrt im Rahmen des sogenannten Girls' Camp ist Samstagvormittag ein mit 13 Personen besetztes Bundesheer-Boot auf der Donau bei Hainburg (Bezirk Bruck a.d. Leitha) gekentert. Zwei Frauen im Alter von 22 und 18 mussten reanimiert werden, teilte Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium auf APA-Anfrage mit. Sie wurden in kritischem Zustand in Wiener Krankenhäuser geflogen.

Der Unfall hatte sich Bauer zufolge gegen 10.00 Uhr ereignet. Insassen seien auch unter das gekenterte Arbeits- und Transportboot geraten. Unter ihnen waren die beiden jungen Frauen, die in der Folge reanimiert werden mussten. An Bord hatten sich laut dem Oberst acht Girls' Camp-Teilnehmerinnen und fünf Soldaten befunden. ́

Der ÖAMTC entsandte zwei Notarzthubschrauber nach Hainburg. Die Opfer wurden von "Christophorus 3" ins AKH Wien und von "Christophorus 9" ins Wiener Wilhelminenspital geflogen.

Helfer rasch zur Stelle

Das Rote Kreuz versorgte laut Florian Schodritz vom Roten Kreuz insgesamt 24 Personen. 22 wurden zur Nachkontrolle in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Rettungsdienst hatte dem Sprecher zufolge u.a. zwei Notärzte, 25 Sanitäter und elf Fahrzeuge aus den Bezirken Bruck a.d. Leitha und Gänserndorf aufgeboten.

Insgesamt waren vier Heeres-Boote unterwegs. Weil zur selben Zeit eine Katastrophenübung der Feuerwehr auf der Donau stattgefunden habe, seien Helfer rasch zur Stelle gewesen, sagte Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich. Insassen des gekenterten Bootes hätten sich auf eine Insel bzw. auch ans Ufer gerettet. Laut Resperger standen nach dem Unfall elf Feuerwehren im Einsatz.

Zur vermutlichen Unglücksursache schrieb Bauer auf Twitter, das Boot sei in eine Welle gefahren, die hineingeschwappt sei. "Dadurch hat sich das Boot langsam gesenkt und ist über die rechte Seite abgeglitten."

Untersuchungskommission nimmt Arbeit auf

Insgesamt seien 26 junge Frauen in drei Booten unterwegs gewesen, teilte Bauer weiter mit. Zusätzlich habe es ein Rettungsboot gegeben. Die Boote seien 2015 beschafft worden. Alle Insassen hätten Schwimmwesten getragen.

Das verunglückte Boot ist 8,5 Meter lang, 2,5 Meter breit und hat einen Tiefgang von einem halben Meter. Es ist laut dem Sprecher des Ministeriums 2,5 Tonnen schwer und wird von einem 260 PS-Motor betrieben. Zusätzlich verfügt es über Breitbandradar, GPS und Echolot.

Steuermann sei ein Unteroffizier gewesen. Er sei wie auch der Bugmann "für dieses Boot ausgebildet", so der Oberst weiter. Eine Untersuchungskommission des Bundesheeres sollte noch Samstagnachmittag ihre Arbeit aufnehmen.

Mikl-Leitner dankt Helfern

Das Girls' Camp ist ein Schnupperwochenende beim Bundesheer. Die Teilnahme ist ab einem Alter von 17 Jahren möglich. Die beiden mit dem Boot verunglückten Mädchen waren im burgenländischen Bruckneudorf (Bezirk Neusiedl am See) "eingerückt". Die Girls' Camps dauern jeweils von Freitagvormittag bis Sonntagnachmittag.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sprach den Einsatzkräften am Nachmittag "ein von Herzen kommendes Dankeschön" aus. An die beiden mit Notarzthubschraubern abtransportierten jungen Frauen richtete sie "die besten Genesungswünsche" und fügte hinzu: "Unsere Gedanken gelten nun ihnen und ihren Familien."





Schlagwörter

Unfall, Donau, Bundesheer

2 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-01 11:54:31
Letzte Änderung am 2018-09-01 14:00:48


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Namenspflicht gegen Hass im Netz
  2. Mehr Grün rund um Wien
  3. Sozialdumping erleichtert
  4. Das niederösterreichische Vorbild
  5. Hoher Wohlstand, schwacher Umweltschutz
Meistkommentiert
  1. "Österreichs Ausstieg ist dümmlich"
  2. Kurz verteidigt Entscheidung nach Kritiks Van der Bellens
  3. "Österreich findet sich jetzt in einer Gruppe mit Trump, Orban"
  4. "Nicht leichtfertig aufs Spiel setzen"
  5. UNO-Migrationspakt sorgt für Kontroversen

Werbung




Werbung