• vom 12.10.2018, 06:30 Uhr

Chronik


Ausbildung

Beschleunigter Weg in den Polizeidienst




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Von Karl Ettinger

  • Regierung und Innenministerium ändern Eignungsprüfung: Wer bei Sporttests scheitert, kann früher wieder antreten.


© apa/Georg Hochmuth © apa/Georg Hochmuth

Wien. Wer einen Sporttest beim Aufnahmeverfahren für den Exekutivdienst nicht schafft, muss künftig nicht mehr ein Jahr warten, bis er wieder antreten kann. Die Bundesregierung bereitet jetzt mit einem Gesetzesentwurf eine Erleichterung vor, sodass rascher ein Wiederantritt für den Test absolviert werden kann. Damit soll es für das Innenministerium, das dringend Nachwuchs für die Exekutive sucht und die Rekrutierung verstärkt hat, einfacher werden, neue Kräfte für die Polizei zu bekommen.

Die Erleichterung findet sich in einer Dienstrechtsnovelle von Beamtenminister Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Darin sind 15 Änderungen für den öffentlichen Dienst gebündelt. Darunter das Ausschreibungsgesetz.


Neue Verordnung für Eignungsprüfung
Ab 2019 wird damit die bisherige Wartefrist von einem Jahr für das neuerliche Antreten bei einem Sporttest abgeschafft. Damit soll das Aufnahmeverfahren in den Exekutivdienst "beschleunigt werden", wie es in der Begründung zum Entwurf heißt.

Im Innenministerium gibt es inzwischen eine fertige, neue Verordnung für die Eignungsprüfung zum Exekutivdienst, wie der "Wiener Zeitung" im Ressort von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) erläutert wurde. Diese ist zum Teil bereits seit 1. Oktober in Kraft. Änderungen, die etwa auch auf die verkürzte Wartefrist Bezug nehmen, gelten hingegen ab 1. Jänner kommenden Jahres. Die Wiederholung des sportmotorischen Tests, an dem Bewerber gescheitert sind, kann demnach künftig innerhalb von sechs Monaten wiederholt werden.

Ab Beginn des kommenden Jahres sind jetzt noch weitere Änderungen in der sogenannten Eignungsprüfungsverordnung fix, die teilweise bereits in Aussicht gestellt worden sind. Das betrifft den Wegfall des Schwimmtests, bei dem eine bestimmte Strecke in einer gewissen Zeit absolviert werden musste. Künftig muss ein Bewerber für den Polizeidienst den Fahrtenschwimmerausweis vorzeigen können. Im Zuge der Ausbildung muss er dann die Voraussetzungen für den Helfer- und Rettungsschwimmer erfüllen.

Ebenfalls geändert wird mit der Verordnung zur Eignungsprüfung für den Polizeidienst das Testverfahren. Dabei kommt es, wie angekündigt, zu einem mehrstufigen Testverfahren. Außerdem wird das Punktesystem für die Tests zur Aufnahme bei der Polizei neu gestaltet, sodass vereinfacht schlechteres Abschneiden bei Teilprüfungen das Gesamtergebnis nicht schlagartig drückt. Das sei aber "keine Erleichterung", wird im Innenministerium versichert, es gehe darum, das Punktesystem "transparent" und klar sichtbar zu machen.

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Schlagwörter

Ausbildung, Polizei, Aufnahmetests

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Dokument erstellt am 2018-10-11 17:06:39


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