• vom 08.11.2018, 20:31 Uhr

Politik

Update: 08.11.2018, 20:41 Uhr

Lohnverhandlungen

"Eisige Stimmung" bei der Lohnrunde im Handel




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Von WZ Online, red, APA

  • Keine Annäherung brachte die zweite Runde der KV-Verhandlungen im Handel.

Noch gibt es keine Einigung bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Handel. Am 20. November wird weiterverhandelt.

Noch gibt es keine Einigung bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Handel. Am 20. November wird weiterverhandelt.© APAweb / dpa, Doreen Fiedler Noch gibt es keine Einigung bei den Kollektivvertragsverhandlungen im Handel. Am 20. November wird weiterverhandelt.© APAweb / dpa, Doreen Fiedler

Wien. Keine Annäherung gab es am Donnerstagabend bei der zweiten Runde der Lohnverhandlungen für rund 400.000 Beschäftigten im Handel. Ein weiterer Verhandlungstermin wurde für den 20. November vereinbart. Aber wie bei Kollektivvertragsverhandlungen für die Metalltechnische Industrie gibt es auch im Handel zwischen Arbeitgebervertretern und Gewerkschaft harte Fronten und gegenseitige Vorwürfe, weil kein konkretes Angebot vorgelegt wurde. Die Gespräche hätten sich "den ganzen Tag im Kreis gedreht", sagte nach der Verhandlungsrunde Anita Palkovich, die Chefverhandlerin der Arbeitnehmer. Peter Buchmüller, Chefverhandler der Arbeitgeber, stellte eine "eisige Stimmung" fest.

Die Gewerkschaft wird in den nächsten beiden Wochen in allen Bundesländern Betriebsrätekonferenzen abhalten, kündigte Palkovich an. Aber am 20. November werde weiterverhandelt und auch ein vierter Termin sei bereits vereinbart. Diese Termine "sollten wir als Sozialpartner im Handel auch noch gut nutzen", meinte Palkovich.

"Schwer irritiert" zeigte sich Buchmüller, der Obmann der Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und Chefverhandler der Arbeitgeber über die Entwicklung bei den Lohnverhandlungen: "Wir haben aus unserer Sicht gute und substantielle Angebote auf den Tisch gelegt, die die Arbeitnehmerseite aus nicht nachvollziehbaren Gründen ausgeschlagen hat." Erklärtes Ziel sei "ein vernünftiges, ausgewogenes und mit Augenmaß geschnürtes Gesamtpaket".

Ähnlich wie bei den Metallern beklagte den Arbeitgebervertreter im Handel, die Gewerkschaft habe ein "üppiges Forderungspaket" an den Verhandlungstisch mitgebracht. Aber "die Sozialpartnerschaft ist keine Einbahnstraße, auch Kollektivvertragsverhandlungen sind das nicht", meinte Buchmüller. Der Handel sei zu einer Reallohnerhöhung bereit. Dafür müsse jedoch auch für die Handelsbetriebe etwas drinnen sein, etwa bessere Möglichkeiten zu modernen Arbeitszeitmodellen. Bei Bedarf flexibel arbeiten zu können, komme auch den Mitarbeitern zugute. Er forderte eine Rückkehr zu konstruktiven Verhandlungen und realistischen Forderungen, damit ein für beide Seiten positiver Abschluss machbar sei. Man werde die Vorschläge bis zur nächsten Verhandlungsrunde die eigenen Vorschläge präzisieren.

Franz Georg Brantner, Vorsitzender des Wirtschaftsbereichs Handel in der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-DJP) war hingegen ungehalten, weil die Arbeitgeber aus seiner Sicht keine substantiellen Angebote vorgelegt haben. Zwar seien wesentliche Themen wie die Umsetzung der Viertagewoche oder die Verbesserung der Karenzanrechnung diskutiert worden. Allen Angeboten fehle aber die Verbindlichkeit, so Brantner: "Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit unseren berechtigten Forderungen sieht anders aus."





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Dokument erstellt am 2018-11-08 20:33:16
Letzte Änderung am 2018-11-08 20:41:37



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