• vom 12.02.2019, 17:47 Uhr

Politik

Update: 12.02.2019, 18:06 Uhr

Bevölkerung

Bevölkerungswachstum mit Ablaufdatum




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Von Petra Tempfer

  • Global gesehen wird die Bevölkerung bis 2060 weiter wachsen und danach abnehmen.




© M. Hirsch © M. Hirsch

Wien. Noch rattert die Einerstelle stetig nach oben: Die Weltbevölkerung wächst, und auch in Österreich wird es immer enger - wenn auch aus etwas anderen Gründen. Denn während die globale Geburtenrate von aktuell 2,5 Kindern pro Frau noch über dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1 liegt, ist jene in Österreich längst unterschritten. Hier bekommt eine Frau nur noch rund 1,5 Kinder. Dass die österreichische Bevölkerung dennoch wächst, ist der Zuwanderung - im Vorjahr vor allem aus Rumänien, Deutschland und Ungarn - geschuldet sowie der Tatsache, dass die Menschen aufgrund der besseren medizinischen Versorgung immer älter werden.

8.859.992 Menschen haben mit dem Stichtag 1. Jänner 2019 in Österreich gelebt, und damit um 0,43 Prozent oder 37.725 Personen mehr als am 1. Jänner 2018, so die am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria. Die Anzahl der Österreicher sank zwar um 0,08 Prozent, jene der Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Österreich stieg jedoch. Konkret lebten zu Jahresbeginn um 43.521 mehr und insgesamt 1.439.401 ausländische Staatsangehörige in Österreich. Der Ausländeranteil lag somit bei 16,2 Prozent gegenüber 15,8 Prozent am 1. Jänner 2018.


Österreichs größte Ausländergruppe sind Deutsche
Die größten drei Nationalitäten waren deutsche (192.462), serbische (121.547) und türkische (117.262) Staatsangehörige. Verglichen mit dem Jahr davor gab es die stärksten Zuwächse bei rumänischen (plus 10.429), deutschen (plus 5621) und ungarischen (plus 5619) Staatsbürgern. Den größten Ausländeranteil gab es in Wien (30,2 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (17,8 Prozent) und Salzburg (17,2 Prozent). Am niedrigsten war der Ausländeranteil im Burgenland mit 8,9 Prozent.

Laut Statistik Austria gab es in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, ein flächendeckendes Bevölkerungswachstum. Weiter im Osten sieht das etwas anders aus. Zunahmen wurden im Ballungsraum Wien, entlang der Hauptverkehrsachsen Niederösterreichs und im Nordburgenland registriert. Im Waldviertel, in der Obersteiermark - vor allem im oberen Murtal -, im Mittel- und Südburgenland, in großen Teilen Kärntens, in Osttirol und in den alpinen Gebieten Niederösterreichs ging die Bevölkerungszahl sogar zurück.

Damit gab es österreichweit gesehen zwar ein Wachstum, dieses hat sich aber deutlich verlangsamt. 2017 stieg die Einwohnerzahl Österreichs noch um 0,56 Prozent an. Der Statistik Austria zufolge war die Bevölkerungszunahme von 0,43 Prozent im Jahr 2018 die niedrigste der vergangenen sieben Jahre. In den Jahren von 2012 bis 2017 wurden Zuwächse von durchschnittlich 0,80 Prozent verzeichnet.

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-02-12 18:00:20
Letzte Änderung am 2019-02-12 18:06:17




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