• vom 29.08.1998, 00:00 Uhr

Politik

Update: 07.04.2005, 12:13 Uhr

Fischer: "Ein Mann des Rechtes im besten Sinn des Wortes"

Ex-VwGH-Präsident Loebenstein µ




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  • Der frühere Präsident des Verwaltungsgerichtshofes (VwGH), Edwin Loebenstein (77), ist am vergangenen Donnerstag gestorben. Mit Loebenstein verliere Österreich einen überragenden Juristen und
  • beispielgebenden Staatsdiener, betonte VwGH-Präsident Clemens Jabloner am Freitag. Auch Nationalratspräsident Heinz Fischer würdigte das Lebenswerk des Verstorbenen.

Loebenstein habe durch viele Jahrzehnte das österreichische Verfassungsleben in unvergleichlicher Weise geprägt, so Jabloner.


"Loebenstein war ein Mann des Rechtes im besten Sinn des Wortes und hat sowohl als Leiter des Verfassungsdienstes des Bundeskanzleramtes, als auch als VwGH-Präsident und nicht zuletzt als

geschäftsführender Vorsitzender der Grundrechtskommission hervorragende Arbeit geleistet", sagte Fischer.

Loebenstein wurde am 10. Mai 1911 in Wien geboren. Seine Berufslaufbahn begann er 1934 bei der Finanzprokuratur, schon 1936 wurde er zunächst ins Finanzministerium und dann 1937 ins Kanzleramt in die

Abteilung für Verfassungsangelegenheiten einberufen. 1941 wurde Loebenstein vom Nazi-Regime aus dem Staatsdienst entlassen.

1945 übernahm er als einer der Männer der ersten Stunde der Zweiten Republik die Leitung des Verfassungdienstes im Kanzleramt. Unter seiner Leitung wurde der Verfassungsdienst zur Schlüsselstelle

zwischen Ministerialverwaltung und Gesetzgebung. Am 11. April 1973 wurde Loebenstein zum VwGH-Präsidenten ernannt, dieser blieb er bis zur Pension im Jahr 1979.

Er war Honorarprofessor für Verfassungsrecht, Verwaltungslehre und Verwaltungsrecht an der Uni Wien. Loebenstein war Träger höchster Auszeichnungen des Bundes und der Länder.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 1998-08-29 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 12:13:00


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