• vom 01.08.2012, 14:01 Uhr

Politik

Update: 01.08.2012, 14:05 Uhr

Kärnten

"Freiheitliche in Kärnten" ein Sonderfall




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  • Haider prägte Partei von 1976 bis 2008
  • Von der "Freiheitspartei" Kärntens über FPÖ zu BZÖ und zurück

Am 4. April gibt Haider in einer Pressekonferenz die Gründung des BZÖ bekannt. Die "Freiheitlichen in Kärnten" trennen sich auf einem außerordentlichen Parteitag von der FPÖ, Haider übernimmt von Martin Strutz die Obmannschaft im Bundesland.

Am 4. April gibt Haider in einer Pressekonferenz die Gründung des BZÖ bekannt. Die "Freiheitlichen in Kärnten" trennen sich auf einem außerordentlichen Parteitag von der FPÖ, Haider übernimmt von Martin Strutz die Obmannschaft im Bundesland.© APAweb/Eggenberger Am 4. April gibt Haider in einer Pressekonferenz die Gründung des BZÖ bekannt. Die "Freiheitlichen in Kärnten" trennen sich auf einem außerordentlichen Parteitag von der FPÖ, Haider übernimmt von Martin Strutz die Obmannschaft im Bundesland.© APAweb/Eggenberger

 Wien/Klagenfurt. Die "Freiheitlichen in Kärnten" sind im Dritten Lager Österreichs ein Sonderfall. Seit ihrer Gründung 1955 fungieren sie im Gegensatz zu den anderen FPÖ-Landesparteien als eigenständiger Verein. Dies ist auch der Grund, warum die Freiheitlichen im Süden einige Jahre unter der Marke BZÖ Politik gemacht haben - und nun als "Schwesterpartei" der FPÖ mit dem Kürzel FPK. Kurt Scheuch ist nach dem Rücktritt seines Bruders der zehnte Obmann im Süden.

Am 5. Juni 1955 hatte in Klagenfurt die Gründungsversammlung der "Freiheitspartei" Kärntens stattgefunden, die aus dem "Verband der Unabhängigen" (VdU) hervor gegangen war. Als erste der VdU-Landesgruppen waren die Kärntner einen Monat zuvor zur "Freiheitspartei" übergetreten. Auf der Gründungsversammlung wurde Reinhold Huber, Vater Kriemhild Trattnigs und des langjährigen Nationalratsabgeordneten Alois Huber, zum ersten Landesparteichef gewählt.


Leichte Verluste
Am 3. November 1955 wurde bundesweit die "Freiheitliche Partei Österreichs" (FPÖ) ins Leben gerufen. Bei den folgenden Nationalratswahlen 1956 erzielten die Kärntner Freiheitlichen mit 15,1 Prozent das beste Ergebnis aller Bundesländer, bei der Kärntner Landtagswahl kamen sie auf 15,7 Prozent. Die ersten freiheitlichen Abgeordneten im Landtag waren Reinhold Huber, Hubert Knaus, Friedrich Hirn, Hans Rohr und Erich Silla. Mit Hans Rader stellte die FPÖ ein Regierungsmitglied.

In den folgenden Jahren gab es bei den Landtagswahlen jeweils leichte Verluste für die Partei, sie sackte bis 1979 auf 11,7 Prozent ab. Nachdem Landesparteichef Mario-Ferrari Brunnenfeld 1983 in der rot-blauen Koalition in Wien zum Staatssekretär avanciert war, übernahm der seit 1976 amtierende Landesparteisekretär Jörg Haider dessen Sitz in der Landesregierung und am 24. September 1983 auch die Parteispitze. Ab diesem Zeitpunkt ging es stetig bergauf. Schon bei der nächsten Landtagswahl 1984 konnten die Freiheitlichen mit einem Anti-Privilegien-Wahlkampf auf knapp 16 Prozent zulegen.


Haider übernahm die Führung
Auf dem Innsbrucker Parteitag 1986 übernahm Haider von Norbert Steger auch die Führung der Bundespartei, in der Folge legte die FPÖ auch österreichweit kräftig zu. In Kärnten ging es allerdings rasanter: 1989 brach die FPÖ die absolute Mehrheit der SPÖ und errang 29 Prozent. Haider wurde mit Hilfe der ÖVP Landeshauptmann, allerdings zwei Jahre später wieder aufgrund seines Sagers zur "ordentlichen Beschäftigungspolitik" im Dritten Reich wieder abgewählt.

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Schlagwörter

Kärnten, FPÖ, FPK, Jörg Haider

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2012-08-01 14:02:13
Letzte Änderung am 2012-08-01 14:05:12



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