• vom 30.09.2013, 08:48 Uhr

Politik

Update: 30.09.2013, 18:03 Uhr

Claudia Schmied

Claudia Schmied nimmt den Hut




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  • "War keine Spontanentscheidung"
  • Sie prüft Angebote aus Wirtschaft und Kultur.
  • Lehrer hoffen auf "mehr Qualität, weniger Boulevard".

Wien. Ihr am Montag verkündeter Rückzug aus der Politik "war keine Spontanentscheidung", betonte Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ). Eine solch persönlich wichtige Entscheidung reife nach und nach. "Irgendwann ist dann klar, dass es der richtige Weg ist. Mir war es wichtig, mit meinen persönlichen Interessen nicht den Wahlkampf zu stören. Deshalb ist heute der angemessene und richtige Zeitpunkt."


"Ich brauche Zeit für mich"

Im Wahlkampf sei ihr Entschluss noch nicht endgültig klar gewesen, so Schmied: "Das ist ein Prozess, der reift, wo man für sich selbst überlegt, wie geht mein beruflicher Weg weiter." In den vergangenen Wochen habe sei einige berufliche Angebote aus Wirtschaft und Kultur bekommen. "Ich brauche aber jetzt auch ein bisschen Zeit für mich, meine Familie und meinen Freundeskreis."

Nachfolgekandidaten will Schmied nicht nennen: "Ich werde sicher niemanden vorschlagen. Ich bin auch immer froh, wenn man mich nicht von außen mit irgendwelchen Vorschlägen beglückt." Sie werde aber bis zum letzten Tag im Amt ihre Aufgaben professionell erledigen.

Aufgaben für den Nachfolger gibt es genügend: In der nächsten Legislaturperiode brauche man dringend den weiteren Ausbau der ganztägigen Angebote - "aber echte Angebote, nicht das Angebot, dass ich als Elternteil darüber abstimmen darf und es darauf ankommt, dass ich die Abstimmung gewinne". Dann brauche man ein neues Dienst-und Besoldungsrecht für Lehrer, und schließlich solle der SPÖ-Leitantrag zur Umsetzung der gemeinsamen Schule in Angriff genommen werden. Das neue Dienstrecht wird nach Schmieds Einschätzung "realistischerweise erst Teil des neuen Regierungsübereinkommens sein".

Keine Ratschläge geben will Schmied bei der künftigen Ressortverteilung bzw. der Kompetenzeinteilung. Natürlich sei die Bildungspolitik ein Herzensanliegen der SPÖ und für die Umsetzung sozialdemokratischer Werte wichtig - gleiches gelte aber auch für Soziales und Gesundheit. "Dass rein fachlich ein Zusammendenken und Zusammenwirken mit dem Uni-Bereich Charme hat, zeigt nicht zuletzt die PädagogInnenbildung neu."

Ein eigenes Kunst- und Kulturressort hält Schmied zwar durchaus für möglich. "Ich persönlich habe immer eine starke programmatische Kraft daraus ableiten können, für Bildung, Kunst und Kultur zuständig zu sein, weil wichtige Schritte in der Kulturvermittlung gelungen sind." Als Beispiele nannte sie die Kooperation zwischen Schulen und Museen, den freien Eintritt bis 19 oder ein Kunst- und Kulturbudget für Schulen.

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Dokument erstellt am 2013-09-30 08:51:33
Letzte Änderung am 2013-09-30 18:03:49



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