• vom 30.01.2014, 17:38 Uhr

Politik

Update: 20.02.2014, 16:35 Uhr

Linkes EU-Wahlbündnis

"Alternative für Hackler, die mit Braunen in FPÖ nix am Hut haben"




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Von Clemens Neuhold

  • Freier EU-Mandatar Martin Ehrenhauser unterstützt Bündnis KPÖ-Piraten-Wandel.

Ehrenhauser: Sagen Sie nie "Martin" zu ihm.

Ehrenhauser: Sagen Sie nie "Martin" zu ihm.© apa/Pfarrhofer Ehrenhauser: Sagen Sie nie "Martin" zu ihm.© apa/Pfarrhofer

"Wiener Zeitung": Wollen Sie Spitzenkandidat des neuen EU-Wahlbündnisses von KPÖ, Wandel und Piraten werden?

Martin Ehrenhauser: Das hab ich noch nicht entschieden. Ich werde das Wahlbündnis für die Europawahl aber definitiv unterstützen: Ob als Koch oder Kandidat, ist offen. Für mich ist es eine glaubhafte Alternative für die gerechte Verteilung von Ressourcen, Chancen, Informationen. Die SPÖ ist ein alter Greis, der im postdemokratischen Gefängnis festsitzt. Das Bündnis wäre eine Alternative für Hackler, die derzeit FPÖ wählen, aber mit braunen Gesinnungen, die Teil der FPÖ sind, nichts am Hut haben.


Mit Ihnen als Abgeordneten könnte das Bündnis direkt antreten, ohne Unterstützungserklärungen.

Theoretisch wäre es möglich. Aber sie werden so oder so um Unterstützung werben. Die nötige Hürde nehmen sie locker.

Den Einzug halten Meinungsforscher für sehr unwahrscheinlich.

Das Bündnis hatte zusammen 90.000 Stimmen bei der Nationalratswahl. Fürs EU-Parlament sind weniger als 150.000 Stimmen nötig. Das ist bei professionellem Wahlkampf absolut möglich.

Sind Sie ein Linker? Sie waren beim Liberalen Studentenforum.

In bin in einer Arbeiterfamilie groß geworden. Vater und Großvater waren in der Chemie-Linz. Ich war nach einer Kochlehre der Erste in der Familie, der studierte. Der VSStÖ (SPÖ-Studenten, Anm.) hat mich abgeschreckt, deswegen bin ich in den linken Flügel er Liberalen gegangen. Nachdem wir dubiose Geschäfte aufdeckten, trat ich aus.

Sehen Sie die Piraten als links?

Definitiv.

Die KPÖ ist ihnen nicht zu links?

Es einigen sich ja drei auf ein Programm. Das wird etwas Gutes.

Hans-Peter Martin, den Sie geklagt haben, brachte Sie ins EU-Parlament. Sind Sie ein Vatermörder?

Ich war Mitarbeiter. Nie hätte ich mich als Ziehsohn gesehen. Er musste mich überredet, zu kandidieren. Dann kam es, wie es kam. Jetzt will ich nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Martin dürfte ebenfalls antreten. Sie sind beide Liebkinder der Krone. Kommen Sie dann beide vor?

Sollte ich antreten, bin ich froh über jedes Medium.

Sollten Sie nicht Spitzenkandidat des Bündnisses werden, treten Sie alleine an?

Nein. Jede andere politische Option ist ausgeschlossen.




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Dokument erstellt am 2014-01-30 17:41:15
Letzte Änderung am 2014-02-20 16:35:25



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