• vom 05.11.2015, 23:06 Uhr

Politik


Verhütung

Pille und Kondom Favoriten bei der Verhütung




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief








    Wien. Pille und Kondom sind die mit Abstand am häufigsten verwendeten Verhütungsmittel. Das zeigt der "Österreichische Verhütungsreport 2015", der am Donnerstag in Wien präsentiert wurde. Insgesamt zeigt der Report, dass weniger verhütet wird.

    Für den Report hat das Meinungsforschungsinstitut Integral für das auf Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung spezialisierten Gynmed Ambulatorium 2000 Männer und Frauen zwischen 16 und 49 Jahren befragt. Schon vor drei Jahren war eine derartige Erhebung durchgeführt worden. In diesem Zeitraum ist nicht nur der Prozentsatz der Pillen-Verwenderinnen zurückgegangen ist, sondern auch jener Frauen, die auf wenig wirksame Methoden setzen. 38 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter nehmen die Pille. 2012 waren es noch 45 Prozent. Der Prozentsatz der Frauen, die "Tage zählen", sank von 8,9 auf 2,4 Prozent.


    Pro Jahr geschätzte 35.000 Schwangerschaftsabbrüche
    Die Verweigerung der Pille wird häufig damit begründet, dass "Hormone nicht gut sein können für die Gesundheit", wie Gynäkologe Christian Fiala, Leiter von Gynmed, erläuterte. Würden Krankenkassen auch Kosten für Verhütungsmittel übernehmen, dann würde sich gut die Hälfte der Befragten für eine andere und meist wirksamere Methode entscheiden, Schwangerschaften zu verhindern, geht aus der Umfrage hervor. Laut Fiala könnten damit 10.000 Schwangerschaftsabbrüche pro Jahr verhindert werden. Insgesamt liege die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche laut Hochrechnungen bei 35.000.

    Die "Aktion leben" fordert die statistische Erfassung von Schwangerschaftsabbrüchen, weil es dazu - im Unterschied zu anderen Ländern, etwa Deutschland - in Österreich kein Datenmaterial gebe. Um aber Schwangerschaftsabbrüche verhindern zu können, müsse man mehr über die Umstände wissen.




    Leserkommentare




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2015-11-05 17:05:06
    Letzte Änderung am 2015-11-05 17:52:46



    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. Herbststurm erreicht Orkanstärke
    2. Rendi-Wagners Glück und Pech
    3. Rendi-Wagner soll es richten
    4. Kurz und Strache verlangen "spürbaren" Lohnanstieg
    5. Die SPÖ erhält ihre erste Vorsitzende
    Meistkommentiert
    1. Opposition geschlossen gegen
      Ende der Lehre für Asylwerber
    2. Kern will bei EU-Wahl antreten
    3. Kurz und Strache verlangen "spürbaren" Lohnanstieg
    4. Rendi-Wagner soll es richten
    5. Politikexperten sehen "Super-Gau" für SPÖ

    Die steirische Molekularbiologin und Neo-Nationalratsabgeordnete Juliane Bogner-Strauß übernimmt das Ressort Frauen, Familie und Jugend.



    Werbung