• vom 21.06.2016, 17:26 Uhr

Politik

Update: 21.06.2016, 22:26 Uhr

Islamische Glaubensgemeinschaft

Plattform will IGGiÖ-Wahl anfechten




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  • Acht Kultusgemeinden protestieren gegen Olguns Wahl.

Wien. Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) kommt nach der Bestellung ihres neuen Präsidenten, Ibrahim Olgun (28), nicht zur Ruhe. Der Ankündigung der Arabischen Kultusgemeinde, die Wahl beim dafür zuständigen Bundeskanzleramt wegen Verfassungswidrigkeiten anfechten zu wollen, haben sich am Dienstag weitere Kultusgemeinden angeschlossen. Fünf türkische, zwei arabische und eine bosnische Kultusgemeinde haben eine Plattform gebildet, sie wollen sich nun an die internen Gremien der IGGiÖ sowie an das Kultusamt am Bundeskanzleramt wenden.

Gegebenenfalls wäre man in letzter Konsequenz auch bereit, vor den Verfassungsgerichtshof zu ziehen, so ein Sprecher. In einer Aussendung wird beklagt, dass sich in der Glaubensgemeinschaft Machtverhältnisse abzeichneten, die weder die Vielfalt der muslimischen Community widerspiegelten noch diese repräsentierten.


Erstmals in der Geschichte der IGGiÖ sei von der konsensorientierten Besetzung von Gremien und Fassung von Beschlüssen abgesehen worden, man habe damit mehr als 80 österreichische Institutionen und Einrichtungen von jeglicher Partizipation und Repräsentation ausgeschlossen, so die Plattform. Und die angewendete Wahlordnung sei mangels Genehmigung nichtig. Der Oberste Rat sei verfassungswidrig zusammengesetzt gewesen, nicht stimmberechtigte Delegierte seien beim Urnengang zugelassen worden.

Olgun verteidigte seine Wahl im ORF-Interview: "Es war am Sonntag eine demokratische und verfassungsgemäße Wahl. Wir haben sehr viel Wert darauf gelegt, dass im Obersten Rat jede ethnische Gruppe vertreten ist."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2016-06-21 17:29:05
Letzte Änderung am 2016-06-21 22:26:02



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