• vom 18.10.2017, 17:34 Uhr

Politik

Update: 18.10.2017, 20:39 Uhr

Bundesländerwahlen

Vier Landtagswahlen - dreimal Überlebenskampf in Grün




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Den Abschluss des Superwahljahrs in den vier Bundesländern macht Salzburg, das voraussichtlich am 22. April wählen wird. Der amtierende Landeshauptmann Wilfried Haslauer will dort den 2013 zurückgeholten Landeshauptmannsessel verteidigen. Und die Grünen werden durch ihr schlechtes Abschneiden bei der Nationalratswahl wohl alles daran setzen, um in der Salzburger Landesregierung zu bleiben.

Tirol hat grüne Priorität
Denn die vier Landtagswahlen im nächsten Jahr werden auch oder vor allem für die Grünen ein richtungsweisender Lackmustest. Der große Verlierer der Parlamentswahlen, aber auch in den Bundesländern, muss sich rasch aufrichten. Denn bis zu den Landtagswahlen im nächsten Jahr ist nicht viel Zeit. In dreien davon (Tirol, Kärnten und Salzburg) regiert die Ökopartei sogar mit. In Niederösterreich wird zwar schon im Jänner gewählt, dort spielen die Grünen aber keine wesentliche Rolle.

Die Tiroler Umweltlandesrätin Ingrid Felipe, die erst im Juni die Grünen übernahm, verließ die Bundespartei auch deswegen rasch wieder, weil in ihrer Heimat der grüne Überlebenskampf auf Bundesebene beginnt. In Tirol gilt es für die Grünen, die Koalition mit der ÖVP zu erhalten. Jetzt sei es wichtig, dass man in Tirol die "Kohlen aus dem Feuer" hole und die verloren gegangene Zustimmung wieder zurückgewinne, erklärte Klubobmann Gebi Mair. "Ingrid muss Tirol und der Landtagswahl jetzt Priorität einräumen", sagte der scheidende Nationalratsabgeordnete Georg Willi in der "Tiroler Tageszeitung". Willi selbst will ja in Innsbruck um den Bürgermeistersessel kämpfen.

Die Regierungsbeteiligungen in den Ländern sind für die Grünen eminent, um die Partei vor dem strukturellen Niedergang zu bewahren. Die Grünen haben in Tirol im Vergleich zur Nationalratswahl zumindest einen Vorteil: Das taktische Motiv von Grün-Wählern, der SPÖ ihre Stimme zu geben, um Schwarz-Blau zu verhindern, fällt weg. Auch Peter Pilz wird dort nicht als direkter Kontrahent um die Wählergunst streiten. Auf diesen könnten sie aber indirekt in Salzburg und Kärnten treffen. In Kärnten steht etwa eine Zusammenarbeit mit seiner Liste und der Plattform "F.A.I.R" im Raum, die ebenfalls abtrünnige Grüne ins Leben riefen.

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Dokument erstellt am 2017-10-18 17:39:05
Letzte Änderung am 2017-10-18 20:39:54



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