• vom 14.12.2017, 12:49 Uhr

Politik

Update: 14.12.2017, 16:10 Uhr

Koalition

Lehrer- und Elternvertreter sehen Herbstferien skeptisch




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Von WZ Online, APA

  • Elternvertreter kritisieren Unterbrechung der "Intensivphase des Lernens".

Die Aussicht auf Herbstferien freut derzeit offenbar nur die Schüler. 

Die Aussicht auf Herbstferien freut derzeit offenbar nur die Schüler. © APAweb / Roland Schlager Die Aussicht auf Herbstferien freut derzeit offenbar nur die Schüler. © APAweb / Roland Schlager

Wien. Überrascht, jedoch gelassen, gab sich der Vorsitzende der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Paul Kimberger (FCG), angesichts der kolportierten Pläne der schwarz-blauen Koalitionsverhandler bundeseinheitlich Herbstferien einzuführen. Wenig abgewinnen kann der Idee der Präsident des Bundeselternverbands, Gernot Schreyer.

"Wir führen diese Diskussion jetzt schon zum gefühlten 367. Mal", so Kimberger. Aufgrund dessen sieht er auch die nunmehrigen neuen Pläne "eher gelassen". Weder unter den Pädagogen noch unter den Eltern sehe er derzeit eine einheitliche Position zu Herbstferien. Er finde es aber "befremdlich, dass man uns jetzt aus den Regierungsgesprächen ausrichtet, dass es hier eine neue Regelung gibt, ohne mit den Betroffenen zu reden".

Sollte vonseiten der Bildungswissenschaft ein faktisch gut untermauertes Ferienmodell ins Spiel gebracht werden, das "Vorteile im Sinne der Pädagogik bringt, dann sollten wir es machen", sagte Kimberger. Gibt es ein solches Konzept nicht, "sollten wir eher bei der Regelung bleiben, die wir jetzt haben".



Keine Gespräche im Vorfeld

Noch unklar ist, ob für die Herbstferien eine Woche der Sommerferien verwendet wird, oder schulautonome Tage zu einer Ferienwoche zusammengefasst werden. Angesichts der Tatsache, dass Schulautonomie von der Politik stark propagiert werde, kommt Kimberger eine mögliche zentrale Fixierung von zusätzlichen schulautonomen Tagen "schon skurril vor".

Schreyer fürchtet als oberster Elternvertreter, dass sich der Stil der scheidenden Regierung, die Schulpartner in wichtige Entscheidungen nicht ausreichend einzubinden, auch unter der neuen Regierung fortsetzen könnte. "Leider hat man in dieser wichtigen Frage mit uns im Vorfeld nicht gesprochen", so Schreyer.

Er schätze das Thema "Herbstferien" jedenfalls als zu komplex für eine einheitliche österreichweite Lösung ein, viele Fragen seien hier offen. Eine solche freie Woche unterbreche "die Intensivphase des Lernens" zwischen dem Sommer und Weihnachten noch weiter. "Wir sehen das also kritisch", meint Schreyer in Hinsicht auf eine etwaige Kürzung der Sommerferien oder eine Fixierung von schulautonomen Tagen: "Diese Tage werden tatsächlich an den Schulstandorten benötigt".





Schlagwörter

Koalition, Schule, Ferien, Herbstferien

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Dokument erstellt am 2017-12-14 12:50:35
Letzte nderung am 2017-12-14 16:10:26




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