• vom 26.01.2018, 12:20 Uhr

Politik

Update: 26.01.2018, 15:41 Uhr

NS-Liederbuch

War H.C. Strache am Fest der Germania?




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Von WZ Online, APA

  • Er habe jedoch bei einer Ehrung des Pennäler Rings - der vor dem Fest stattfand - teilgenommen.

Heinz-Christian Strache im Rahmen des Festkommers der Burschenschaftler "50 Jahre Freiheit Oesterreichs nach dem II.Weltkrieg" im Jahr 2005. - © APAweb / Herbert Pfarrhofer

Heinz-Christian Strache im Rahmen des Festkommers der Burschenschaftler "50 Jahre Freiheit Oesterreichs nach dem II.Weltkrieg" im Jahr 2005. © APAweb / Herbert Pfarrhofer

Wien. Die Versuche der FPÖ-Spitze sich von der in Verruf geratenen Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt zu distanzieren, wirken teils skurril. Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte sich Donnerstagabend darüber empört, dass ihm Medien unterstellt haben, er sei im Vorjahr beim 100. Stiftungsfest der Germania gewesen. Dabei habe er nur an einer Sitzung des Pennälerrings teil genommen.

Es ist zwar richtig, dass Strache nicht beim abendlichen Fest dabei war. Richtig ist aber auch, dass das Stiftungsfest der Germania im Rahmen des Burschentags des Pennäler Rings bzw. der ÖPR-Burschentag anlässlich der 100. Jahrfeier in Wiener Neustadt bei der Germania stattfand. Aus Postings im Internet, die mittlerweile gelöscht wurden, geht hervor, dass die Veranstaltung Freitagabend, dem 2. Juni begonnen und am Sonntagvormittag geendet hat. Strache war laut dem Vizeobmann der Germania, Philip Wenninger, bei einer Sitzung des ÖPR Samstagnachmittag anwesend, nicht aber beim Fest Samstagabend.

"Hetze gegen den Vizekanzler"

Die Geschichte wurde vom deutschen "Spiegel" aufgegriffen. Dieser hat auch berichtet, dass Strache ein Ehrenband der Germania erhalten habe. Sowohl Strache als ÖPR-Vorsitzender Udo Guggenbichler bezeichneten das als Lüge. Strache habe auf der Jahreshauptversammlung des Österreichischen Pennälerrings, welche vor dem Germanen-Jubiläum stattfand, das Ehrenband des Österreichischen Pennälerringes erhalten, sagte Guggenbichler am Freitag. Nach der Verleihung habe der FPÖ-Chef den Tagungsort Richtung Steiermark zu Terminen verlassen, so Guggenbichler, der rechtliche Schritte gegen Medien und Journalisten, die "auf abscheuliche Weise gegen den Vizekanzler hetzen", ergreifen will.

Die Germania war in den vergangenen Tagen in Verruf gekommen, nachdem ein Nazi-verherrlichendes Liedbuch der Burschenschaft durch einen Bericht des "Falter" an die Öffentlichkeit geraten war. Vizevorsitzender der Burschenschaft war der Spitzenkandidat der niederösterreichischen FPÖ, Udo Landbauer. Strache meint nun im Zusammenhang mit dem "Spiegel"-Bericht, der auch von anderen Journalisten übernommen wurde, es gehe "manchen Medien und linken Journalisten offensichtlich nur mehr um verzerrende, manipulative und diffamierende Berichterstattung mit dem Ziel der FPÖ vor der NÖ-Wahl und generell zu schaden". Dies sei "letztklassig und durchschaubar".

Unterdessen ist bekennt geworden, dass Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) 2016 bei der Germania zu Ried (ebenfalls eine Mittelschulverbindung) als Nahost-Expertin einen Vortrag gehalten hat.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-01-26 12:23:45
Letzte Änderung am 2018-01-26 15:41:45



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