• vom 23.02.2018, 12:59 Uhr

Politik

Update: 23.02.2018, 13:38 Uhr

Burschenschaft Bruna Sudetia

"Altes Zeug aus der Nazizeit" gefunden




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Von WZ Online, APA

  • Die Burschenschaft distanziert sich von beschlagnahmten angeblichen NS-Materialien.

Das Bruna Sudetia Haus in der Wiener Josefstadt. In einer weiteren Burschenschaft soll ein Fall von Texten mit antisemitischen Inhalten aufgetaucht sein. Laut einem Bericht des "Falter" geht es um die schlagende Wiener Burschenschaft Bruna Sudetia. - © APAweb / Georg Hochmuth

Das Bruna Sudetia Haus in der Wiener Josefstadt. In einer weiteren Burschenschaft soll ein Fall von Texten mit antisemitischen Inhalten aufgetaucht sein. Laut einem Bericht des "Falter" geht es um die schlagende Wiener Burschenschaft Bruna Sudetia. © APAweb / Georg Hochmuth

Wien. In den Räumen der schlagenden Burschenschaft Bruna Sudetia soll ein weiteres, bisher unbekanntes Liederbuch mit antisemitischen Texten gefunden worden sein. Das berichtete die Wochenzeitung "Falter" am Freitag. Auch in diesem Buch soll - wie schon in jenem, das zu Beginn dieser Woche ürsprünglich für Aufregung sorgte - ein Lied mit der Strophe "Wir schaffen die siebente Million" enthalten sein. Zudem dürften bei einer Hausdurchsuchung NS-Materialien gefunden worden sein. Es sei "altes Zeug aus der Nazizeit" beschlagnahmt worden.

Die Burschenschaft Bruna Sudetia selbst distanziert sich weiter von den angeblichen Fundstücken. Man kenne die Inhalte der mitgenommenen Kisten noch nicht, hieß es am Freitag in einer Stellungnahme.

Aktueller Wissensstand bei der Bruna Sudetia ist laut eigenen Angaben, "dass aus dem zweiten Keller-Untergeschoß alte Kisten mitgenommen wurden, in denen sich Nachlässe verstorbener Mitglieder befanden". Diese seien leider nie gesichtet worden - "und das ist selbstverständlich unser Versäumnis, für das wir auch die Verantwortung übernehmen und uns entschuldigen".

Kritik an den Behörden

Kritik gab es an der Tatsache, dass die Wochenzeitung "Falter" als einziges Medium von den Behörden über die Ergebnisse der Hausdurchsuchung aus einem nicht öffentlichen Ermittlungsverfahren informiert worden sei, "wir als Betroffene jedoch nicht". Dennoch betonte die Studentenverbindung, man habe "vollstes Vertrauen in die unabhängigen Behörden und sichern ihnen unsere volle Kooperation zu, um unseren Beitrag zu einer transparenten Aufklärung beizutragen".

Die Burschenschaft schließt auch weiterhin "in aller Deutlichkeit aus, dass antisemitische Liederbücher verwendet wurden und werden". Betreffend die angekündigte Aufarbeitung der Causa und der Installierung einer "internen Firewall" seien bereits Gespräche mit Anwälten geführt worden, "um ehestmöglich zu starten".





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Dokument erstellt am 2018-02-23 13:30:30
Letzte Änderung am 2018-02-23 13:38:00



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