• vom 25.04.2018, 22:28 Uhr

Politik

Update: 26.04.2018, 12:50 Uhr

George Soros

Gudenus attackiert Stiftung von Soros




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  • FPÖ-Klubobmann greift erneut den ungarischstämmigen US-Milliardär an.

Ungarische Plakatkampagne gegen George Soros.

Ungarische Plakatkampagne gegen George Soros.© APAweb, Reuters, Bernadett Szabo Ungarische Plakatkampagne gegen George Soros.© APAweb, Reuters, Bernadett Szabo

Wien. FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus hat erneut den US-Milliardär George Soros attackiert. Anlass gab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie von Soros‘ Open Society Foundation über die Reglementierung islamischer Kleidung in den EU-Staaten. Darin wurde die FPÖ mit den Worten beschrieben, sie spiele "eine zentrale Rolle in der Verbreitung der Islamophobie" in Österreich.

"Der FPÖ vorzuwerfen, dass sie für die Verbreitung der Islamophobie zuständig sein soll, ist eine wohl mehr als freche Aussage", empörte sich Gudenus in einer Aussendung vom Mittwoch. "Der Islam selbst, der sich eigene Gesetze und mittelalterliche Gebarungen herausnimmt, ist es, warum immer mehr Menschen in Europa nichts mit dieser Weltanschauung und diesem Glauben zu tun haben wollen."


Die Open Society Foundation lehnt pauschale Verhüllungsverbote als "Diskriminierung muslimischer Frauen" ab.

Der FPÖ-Politiker Gudenus hatte am Wochenende gegenüber der "Presse" mit Aussagen aufhorchen lassen, wonach laut "stichhaltigen Gerüchten" Soros daran beteiligt sei, "die Migrantenströme nach Europa zu unterstützen". Die Behauptungen riefen heftigen Protest hervor, auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) distanzierte sich von ihnen. Die schwarz-blaue Regierung plant derzeit die Einführung von Kopftuchverboten für Mädchen in Kindergärten und Schulen.

Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und SPÖ-Chef Christian Kern lieferten sich Mittwochabend in der Ö1-Reihe "Klartext" einen harten Schlagabtausch zur Politik der Bundesregierung. Besonders emotional wurde es beim Thema George Soros.

Nachdem Strache - "es sind keine Gerüchte, es sind Fakten" - erklärte, dass der US-Milliardär jüdischer Herkunft, der zuletzt vor allem in Ungarn zum Feindbild erkoren wurde, an der Unterstützung der Flüchtlingsbewegungen nach Europa beteiligt war, geriet der SPÖ-Chef in Rage. Was Strache da machen, drehe vielen den Magen um. Soros werde von Neonazis und Identitären zum Feindbild gemacht, "und Sie dreschen jetzt auch auf ihn drauf", so Kern in Richtung Strache.




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Dokument erstellt am 2018-04-25 22:33:24
Letzte Änderung am 2018-04-26 12:50:23



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