• vom 29.04.2018, 11:24 Uhr

Politik

Update: 29.04.2018, 11:29 Uhr

FPÖ-Kritik

"Einfach lächerlich"




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Von WZ Online/APA

  • Bundespräsident Van der Bellen kritisiert FPÖ nach Attacken auf ORF und Soros.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen (Archivbild) sieht die Gudenus-Kritik an George Soros als "völlig verfehlt" an. 

Bundespräsident Alexander Van der Bellen (Archivbild) sieht die Gudenus-Kritik an George Soros als "völlig verfehlt" an. © APAweb / Hans Punz Bundespräsident Alexander Van der Bellen (Archivbild) sieht die Gudenus-Kritik an George Soros als "völlig verfehlt" an. © APAweb / Hans Punz

Wien. Die Gudenus-Aussagen über den ungarischstämmige US-Milliardär George Soros qualifiziert Bundespräsident Alexander Van der Bellen als "einfach lächerlich". Und die Drohung des früheren Vizekanzlers und langjährigen FPÖ-Stiftungsrat-Vertreters Norbert Steger gegenüber ORF-Auslandskorrespondenten hält er für "besorgniserregend". Im "profil"-Interview hält das Staatsoberhaupt fest: Es sei "wichtig, dass der ORF durch Gebühren finanziert wird, nicht über das Budget", denn dann könnte die Regierung "jede ORF-Führung erpressen".

Steger - den FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gerne als Vorsitzenden des ORF-Stiftungsrates ins Spiel bringt - hat, unzufrieden über die Ungarn-Wahl-Berichterstattung im ORF, gedroht, ein Drittel der ORF-Auslandskorrespondenten zu streichen. Van der Bellen hofft, dass "alle anderen Medien diese Entwicklung sorgfältig beobachten". Denn: "Das ist keine Angelegenheit zwischen Parteien und ORF, das geht uns alle an. Und sollte uns alle besorgt machen."

Kritik "völlig verfehlt"

Als "einfach lächerlich" empfindet Bundespräsident Alexander Van der Bellen die Aussagen von FPÖ-Klubobmann Johann Gudenus über George Soros. Es stelle sich die Frage, was denn ein "stichhaltiges Gerücht" sein soll. Dies sollte man auch Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) fragen, der von zulässiger inhaltlicher Kritik sprach, sagte Van der Bellen im "profil"-Interview.

"Das täte mich sozusagen wissenschaftlich interessieren", sagt Van der Bellen, was denn ein "stichhaltiges Gerücht" sei. Gudenus hatte von "stichhaltigen Gerüchten" gesprochen, wonach Soros daran beteiligt sei, "Migrantenströme nach Europa zu unterstützen". Diese Kritik sei "völlig verfehlt, merkte der Bundespräsident an, Soros sei ein "Philanthrop, der Millionen in Universitäten und demokratiefördernde NGOs gesteckt hat".

Van der Bellen bestätigt, dass er während der Regierungsverhandlungen vor Botschaftern sagte, er würde zwei FPÖ-Politiker nicht angeloben. "Genau genommen habe ich gesagt: Vilimsky als Mitglied einer europafeindlichen Fraktion im EU-Parlament ist als Außenminister untragbar. Gudenus mit seiner Aussage - 'Wenn wir den Innenminister haben, dann heißt es Knüppel aus dem Sack‘ -, ist als Innenminister ein No-Go."





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-29 11:25:03
Letzte Änderung am 2018-04-29 11:29:49



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