• vom 06.05.2018, 13:49 Uhr

Politik

Update: 06.05.2018, 13:54 Uhr

Innsbruck-Wahl

Anspannung und Nervosität in Innsbruck




  • Artikel
  • Kommentare (11)
  • Lesenswert (3)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Stichwahl-Kandidaten Oppitz-Plörer und Willi gaben bei strahlendem Sonnenschein ihre Stimme ab.

Die beiden Kontrahenten.

Die beiden Kontrahenten.© APAweb/EXPA,STEFAN ADELSBERGER Die beiden Kontrahenten.© APAweb/EXPA,STEFAN ADELSBERGER

Innsbruck. Bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen sind die Kandidaten für die Stichwahl um den Innsbrucker Bürgermeistersessel, Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) und Georg Willi (Grüne), zur Stimmabgabe geschritten. Beide gaben sich optimistisch und hofften vor allem auf eine möglichst rege Wahlbeteiligung. Den Kontrahenten war durchaus Anspannung und Nervosität anzusehen.

Oppitz-Plörer gab ihre Stimme gegen 12.30 Uhr in ihrem Heimatstadtteil Sieglanger im Westen Innsbrucks ab. Die Wahlbeteiligung werde sicher ein "entscheidender Faktor", meinte die 49-Jährige. Sie habe sich im Wahlkampf bemüht, möglichst alle Wähler für die Stichwahl für sich zu gewinnen - und nicht nur die heiß umkämpfte Gruppe der FPÖ-Wähler vom Urnengang am 22. April. Sollte es nicht mehr für den Stadtchefposten reichen, werde sie trotzdem in der Stadtpolitik bleiben, so Oppitz-Plörer. Dann werde sie den ihrer Liste zustehenden Stadtsenatssitz einnehmen.

Mit dem Rad zur Wahl 

Eine halbe Stunde vor seiner Kontrahentin war Willi in der Neuen Mittelschule im Stadtteil Hötting zur Wahl gegangen, wieder in Begleitung seiner Gattin Katharina. Und wie schon beim ersten Durchgang waren die Willis wieder mit den Fahrrädern vorgefahren. Für das grüne Urgestein ist es nicht nur ob seiner Chance, erster grüner Bürgermeister einer Landeshauptstadt zu werden, ein besonderer Tag. Der Bürgermeisterkandidat feiert heute auch seinen 59. Geburtstag.

Geburtstag schützt indes nicht vor Nervosität: Er habe "sehr unruhig geschlafen", bekannte Willi. Das Rennen für sich entscheiden werde derjenige, der besser mobilisieren habe können, so der grüne Frontmann vor Journalisten. Er werde dann obsiegen, wenn der Wunsch nach Veränderung, den er wahrnehme, so groß sei, dass die Bürger dafür in Kauf nehmen würden, sogar eine amtierende Bürgermeisterin abzuwählen.

 Wahlpflicht in der Diskussion

Angesichts der erneut drohenden geringen Wahlbeteiligung - am 22. April wählten bereits nur 50,38 Prozent der Innsbrucker - plädierte Willi dafür, eine Debatte über die Einführung der Wahlpflicht zu führen. Denn vor allem auf kommunaler Ebene sei die geringe Bürgerbeteiligung nicht zu leugnen. Dabei könne auf dieser Ebene der unmittelbare Lebensbereich der Menschen beeinflusst werden.

Ein Trend hinsichtlich der Wahlbeteiligung war zu Mittag erneut nicht absehbar. Es gebe keine aussagekräftigen Rückmeldungen aus den Sprengeln, sagte ein Sprecherin der Stadt.





Schlagwörter

Innsbruck-Wahl

11 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-06 13:51:27
Letzte Änderung am 2018-05-06 13:54:37



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Putins Besuch sorgt weiter für Diskussionen
  2. Ausgabenbremse trifft Inkontinenz-Patienten
  3. Pensionen sollen 2019 um zumindest zwei Prozent steigen
  4. Auf dem neuen Prüfstand
  5. Prozess gegen oststeirischen Arzt muss wiederholt werden
Meistkommentiert
  1. Ambros sieht "viele braune Haufen in der FPÖ"
  2. Opposition geht wegen "Sabotage" zum VfGH
  3. Sag, wie hast Du’s mit der Europäischen Union?
  4. E-Card mit Foto - und großen Tücken
  5. SPÖ will mit Klimathema und Weltoffenheit punkten

Die steirische Molekularbiologin und Neo-Nationalratsabgeordnete Juliane Bogner-Strauß übernimmt das Ressort Frauen, Familie und Jugend.



Werbung