• vom 16.05.2018, 18:06 Uhr

Politik


Einbürgerungen

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  • Österreich ist innerhalb der EU bei der Vergabe von Staatsbürgerschaften besonders restriktiv.



Wien. Die Zahl der Einbürgerungen ist im ersten Quartal 2018 leicht gestiegen. Laut Statistik Austria haben von Jänner bis März 2561 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten (plus 5,7 Prozent). Mehr als ein Drittel (886 Personen) wurden bereits hier geboren. Im Vorjahr waren 9271 Personen eingebürgert worden. Im EU-Vergleich ist Österreich aber restriktiv. 2016 lag Österreich mit 0,68 Einbürgerungen pro 100 ansässigen Ausländern am letzten Platz mit Lettland. Spitzenreiter war Kroatien mit einer Quote von 9,71 Staatsbürgerschaften auf 100 Ausländer. In Deutschland waren es 1,3 Einbürgerungen/100 Ausländer.

Die größte Gruppe der Neo-Österreicher hatte im ersten Quartal zuvor die bosnische Staatsbürgerschaft (304), dahinter folgen Türken (210), Mazedonier (165), Kosovaren (157) und Serben (154). Als erstes EU-Land folgt Rumänien (138 Eingebürgerte) auf Rang sechs vor Kroatien (97). Auf Rang acht der Herkunftsländer folgt Russland mit 92 Eingebürgerten (u.a. Tschetschenen).


Ihre alte Staatsbürgerschaft müssen die Neo-Österreicher grundsätzlich abgeben. Der Großteil der Einbürgerungen erfolgte wegen eines Rechtsanspruchs darauf (1499). Das bedeutet, dass Bürger eines EWR-Staates, Asylberechtigte, hier geborene oder mit Österreichern verheiratete Ausländer sowie besonders gut Integrierte mindestens sechs Jahre in Österreich gelebt haben müssen.

In weiteren 712 Fällen wurde die Verleihung der Staatsbürgerschaft auf Ehegatten oder Kinder erstreckt. Und in 350 Fällen erfolgte die Einbürgerung durch eine Ermessensentscheidung der zuständigen Länder.




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Dokument erstellt am 2018-05-16 18:12:53



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