• vom 11.06.2018, 12:20 Uhr

Politik

Update: 11.06.2018, 12:34 Uhr

Landtagswahl

Martin Staudinger neuer Chef der SPÖ Vorarlberg




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Von WZ Online, APA

  • 38-Jähriger will die Sozialdemokratie in Vorarlberg stärken und ist Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2019.

Spitzenkandidat der SPÖ für die Landtagswahl 2019: Martin Staudinger. - © SPÖ Vorarlberg, Medaur, Sadrija

Spitzenkandidat der SPÖ für die Landtagswahl 2019: Martin Staudinger. © SPÖ Vorarlberg, Medaur, Sadrija

Bregenz. Der SPÖ-Spitzenkandidat für die Vorarlberger Landtagswahl 2019, Martin Staudinger, wird auch neuer SPÖ-Parteivorsitzender. Staudinger wurde vom erweiterten Parteivorstand mit 100 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Gabriele Sprickler-Falschlunger gewählt. Offiziell soll die Wahl am Landesparteitag im September erfolgen, gaben Staudinger und Sprickler-Falschlunger am Montag bekannt.

Mit dem 38-jährigen Staudinger "glaube ich, haben wir eine sehr gute Wahl getroffen", freute sich die 61-jährige Noch-Parteichefin bei einer Pressekonferenz in Bregenz. Grundsätzlich hätte man eine Frau als Nachfolgerin vorgezogen, gab Sprickler-Falschlunger unumwunden zu. Das habe sich in den Diskussionen mit Funktionären aber nicht ergeben. "An der Kompetenz und an dem bis in die Wolle Rotgefärbtem von Martin Staudinger, kommt man nicht vorbei und will es auch nicht", streute die Sozialdemokratin Staudinger Rosen.

Werte zurückgewinnen

Staudinger ist sehr optimistisch, die Sozialdemokratie in Vorarlberg stärken zu können. "Es gibt sicher einige Werte, die wir zurückgewinnen müssen", sagte er am Montag mit Blick auf den Rechtsruck in Österreich. Innerhalb der Spitzenkandidaten für die Landtagswahl habe man aber einen "Teamspirit" gewonnen, der ihn positiv stimme.

"Dass das Soziale bei der Sozialdemokratie zuhause ist und nicht bei anderen Parteien, wird der Bevölkerung bald deutlich werden", verwies der designierte SPÖ-Chef auf die Bundespolitik. Auch Leistungs- und Aufstiegsorientierung sieht Staudinger bei seiner Partei verankert. "Leistungsgerechtigkeit betrifft jene, die jeden Tag aufstehen und arbeiten gehen, also die normalen Leute", betonte der 38-Jährige, der den Parteivorsitz in Abstimmung mit der bisherigen Parteivorsitzenden Gabriele Sprickler-Falschlunger de facto bereits jetzt antritt.

Offen für Ideen anderer Parteien

Den Fokus seiner politischen Arbeit will Staudinger auf Sachpolitik legen, in allen Bereichen gehe es ihm um das beste Ergebnis. Dabei will der studierte Volkswirt und Politikwissenschafter auch Ideen anderer Parteien nicht ausschließen. "Wenn sie zu besseren Ergebnissen führen, bin ich dafür offen", sagte Staudinger. Aus seiner Zeit in Wien verfüge er über gute Kontakte auf Bundesebene. "Ich habe gute Gespräche über alle Parteigrenzen hinweg geführt", eine Arbeitsbasis sei also vorhanden, sagte er nicht ohne Stolz.

Staudinger hat in Wien Volkswirtschaftlehre und Politikwissenschaften studiert. Er ist Leiter der Landesstelle Vorarlberg des Sozialministeriumservice und will diese Funktion auch weiterhin ausüben. Sozialministerin Beate Hartinger-Klein - "wir kennen und seit vielen Jahren und schätzen uns sehr" - sei über seine Pläne bereits informiert. Nach diversen politischen Engagements für die Sozialdemokraten während seiner Studienzeit war Staudinger Bezirksgeschäftsführer der SPÖ Wien-Innere Stadt und arbeitete anschließend im Kabinett des ehemaligen SPÖ-Sozialministers Rudolf Hundstorfer. In dieser Funktion war er auch für die Ausverhandlungen der ersten bundesweiten Mindestsicherung zuständig.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-11 12:21:59
Letzte Änderung am 2018-06-11 12:34:24



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