• vom 14.06.2018, 17:26 Uhr

Politik

Update: 14.06.2018, 22:34 Uhr

Mueller-Ermittlungen

Gusenbauer taucht erneut in Russland-Affäre auf




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (24)
  • Drucken
  • Leserbrief






    Gusenbauer soll für Janukowitsch lobbyiert haben.

    Gusenbauer soll für Janukowitsch lobbyiert haben.© apa/H. Punz Gusenbauer soll für Janukowitsch lobbyiert haben.© apa/H. Punz

    Wien. Im Rahmen der Russland-Affäre in den USA kommt nun Ex-SPÖ-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ins Visier der Ermittlungen. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Bloomberg soll Gusenbauer dem ehemaligen Wahlkampfleiter von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, versprochen haben, für ein positives Image des früheren pro-russischen Präsidenten der Ukraine, Viktor Janukowitsch, zu sorgen. Gusenbauer soll dafür laut Bloomberg ein Honorar von monatlich 30.000 Euro bezogen haben.

    Sonderermittler Robert Mueller hat gegen Manafort eine zusätzliche Anklage vorgelegt und ihn der Justizbehinderung beschuldigt. Das geht aus am Freitag veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervor. Hintergrund sind Vorwürfe, der 69-Jährige habe versucht, Einfluss auf Zeugen zu nehmen.


    Neben Manafort legte Muellers Team auch eine Anklage gegen dessen langjährigen Vertrauten Konstantin Kilimnik vor, der laut Medienberichten Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben soll. Auch er wird der Justizbehinderung beschuldigt.

    Manafort und Kilimnik sollen auch "ehemalige führende europäische Politiker eingesetzt haben, um bei US-Beamten im Namen der Ukraine zu lobbyieren". Zur Bezahlung dieser Politiker habe Manafort "Offshore-Konten" verwendet. In einer Ende Februar bekannt gewordenen Anklageschrift hatte Mueller von einer "Hapsburg Group" gesprochen, die von einem früheren "Chancellor" (Kanzler) angeführt worden sei.

    Gusenbauer steht laut "Presse" grundsätzlich zu seiner Tätigkeit. Er dementiert die Summe von zwei Millionen Euro für die "Hapsburg Group". Er sei für Konferenzen bezahlt worden. Monatliche Zahlungen an ihn dementiert der frühere Kanzler.




    1 Leserkommentar




    Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


    captcha Absenden

    * Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



    Dokumenten Information
    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2018-06-14 17:31:24
    Letzte Änderung am 2018-06-14 22:34:23



    Werbung



    Beliebte Inhalte

    Meistgelesen
    1. "Ich hatte von 61 Tagen drei frei"
    2. Ärzte mahnen zur Vorsicht
    3. "Das muss Satire sein"
    4. Angeordnete Überstunden werden bezahlt
    5. Heute kommt erstmals Grasser zu Wort
    Meistkommentiert
    1. Österreichische Regierung will sieben Moscheen schließen
    2. Der 12-Stunden-Tag kommt
    3. Lehrlinge verzweifelt gesucht
    4. Österreich verlangt "volle Aufklärung"
    5. Kern sieht "Klassenkampf von oben"

    Die steirische Molekularbiologin und Neo-Nationalratsabgeordnete Juliane Bogner-Strauß übernimmt das Ressort Frauen, Familie und Jugend.



    Werbung