• vom 07.07.2018, 13:28 Uhr

Politik

Update: 07.07.2018, 13:38 Uhr

Arbeitszeitregeln

Kern macht Rücknahme zur Koalitionsbedingung




  • Artikel
  • Kommentare (11)
  • Lesenswert (17)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Die SPÖ hat sich auf die neuen Arbeitszeitregeln eingeschossen. FPÖ kritisiert Pflastersteinaktion.

Christian Kern will bis zum Ende der Legislaturperiode im Nationalrat bleiben. - © APAweb, Hans Klaus Techt

Christian Kern will bis zum Ende der Legislaturperiode im Nationalrat bleiben. © APAweb, Hans Klaus Techt

Wien. SPÖ-Chef Christian Kern macht das Kippen der neuen Arbeitszeitregeln zur Bedingung für eine künftige Regierungsbeteiligung seiner Partei. "Ich verspreche das unseren Wählern, allen Österreichern, dass wir das zurücknehmen", sagte er am Samstag in der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast". Kern will bis zum Ende der Legislaturperiode im Parlament bleiben und die Mehrheit für die SPÖ zurückgewinnen.

Das Gesetz, das Zwölf-Stunden-Tage und 60-Stunden-Wochen ermöglicht, bringe für die Mehrzahl der Österreicher schwere Nachteile. Mehr als drei Millionen Menschen seien betroffen, und die Regierung sei über diese in einer Nacht- und Nebelaktion drübergefahren. "Das werden wir nicht zur Kenntnis nehmen, weil es ein schlechtes Gesetz ist", sagte der SPÖ-Chef und Klubobmann.

Kaum war Kern mit seinen Ausführungen fertig, kam per Aussendung bereits Kritik von der FPÖ. Klubobmann Johann Gudenus nahm dabei Bezug auf die Pflastersteinaktion roter Junggewerkschafter gegen die Arbeitszeitregelung. Mit seinen "Drohungen und der bewussten Verbreitung von Unwahrheiten" müsse sich Kern vorwerfen lassen, solche Aktionen zu provozieren und zu fördern.

Auf die Pflastersteine war zuvor auch schon ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer eingegangen. "Man muss sich das vorstellen. Hier wurden Abgeordnete samt ihrer Familien und Kinder an ihren Privatadressen aufgesucht. Das ist eine beispiellose Eskalation und demokratiepolitisch höchst gefährlich. Hier kann es nicht bei einer Ermahnung bleiben - die Gewerkschaft muss handeln", forderte er.





11 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-07 13:29:17
Letzte Änderung am 2018-07-07 13:38:31



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Sparplan mit Ausgliederung
  2. Asylanträge gehen massiv zurück
  3. Van der Bellen für Antragsmöglichkeit in Österreich
  4. Sparplan soll Spitalsschließungen enthalten
  5. Große Besorgnis bei EU-Justizministertreffen
Meistkommentiert
  1. Van der Bellen für Antragsmöglichkeit in Österreich
  2. Van der Bellen warnt vor Rückfall in Nationalismen
  3. Schwarz gegen Türkis in Tirol
  4. Arbeitszeitregeln kommen im Herbst
  5. Kern macht Rücknahme zur Koalitionsbedingung

Die steirische Molekularbiologin und Neo-Nationalratsabgeordnete Juliane Bogner-Strauß übernimmt das Ressort Frauen, Familie und Jugend.



Werbung