• vom 22.08.2018, 11:14 Uhr

Politik

Update: 22.08.2018, 15:59 Uhr

OeNB

Mahrer wird neuer Nationalbank-Präsident




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Von WZ Online, APA

  • Barbara Kolm wird Vize-Präsidentin. Mahrer freut sich über das Vertrauen in ihn.

Im September wird Harald Mahrer Claus Raidl als Präsident der Österreichischen Nationalbank (OeNB) ablösen.

Im September wird Harald Mahrer Claus Raidl als Präsident der Österreichischen Nationalbank (OeNB) ablösen.© APAweb, Georg Hochmuth Im September wird Harald Mahrer Claus Raidl als Präsident der Österreichischen Nationalbank (OeNB) ablösen.© APAweb, Georg Hochmuth

Wien. Nun ist es offiziell: Wie bereits gestern durchgesickert ist, wird Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer (45) ab 1. September als neuer Präsident der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) Claus Raidl ablösen. Der Ministerrat hat zudem Barabara Kolm, Präsidentin des Friedrich August von Hayek Instituts, zur Vize-Präsidentin bestellt. Sie wird Max Kothbauer nachfolgen.

Zu neuen Mitgliedern im Generalrat der Nationalbank werden außerdem der Finanz- und Immobilienexperte Christoph Traunig und der Banker Stephan Koren bestellt. Er ist Generaldirektor der immigon und Aufsichtsratsvorsitzender bei Wüstenrot. Dies teilte das Finanzministerium am Mittwoch in einer Aussendung mit.

Die Funktionsperiode von Claus Raidl als OeNB-Präsident und Max Kothbauer als OeNB-Vizepräsident läuft per 31. August 2018 aus. Traunig übernimmt das Mandat von Dwora Stein, das ebenfalls Ende August ausläuft. Koren folgt auf August Astl, dessen Mandat mit 7. September endet.



Löger lobt "ausgewiesene Persönlichkeiten"

"Es ist erfreulich, dass wir für diese verantwortungsvollen Positionen solch ausgewiesene Persönlichkeiten gewinnen konnten. Ich bin überzeugt, dass Präsident Harald Mahrer und der Generalrat seine Aufgabe im Sinne einer unabhängigen Oesterreichischen Nationalbank bestens erfüllen werden und freue mich auf die Zusammenarbeit für eine fortschrittliche Geldpolitik", so Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP).

"Ich freue mich über das Vertrauen, das der Finanzminister und die gesamte Bundesregierung in mich haben. Gemeinsam mit meinen Kollegen im Generalrat werde ich mich selbstverständlich für eine stabile Währungspolitik und einen stabilen Finanzmarkt einsetzen. Beides ist wichtig für die positive Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes, für unserer Betriebe und für die Zukunft deren Mitarbeiter und Familien", so Mahrer ein einer ersten schriftliche Stellungnahme gegenüber der APA.

"Ich wünsche mir, dass nicht ständig Realwirtschaft und Finanzwirtschaft gegeneinander ausgespielt werden. Wirtschaft ist unteilbar und daher auch ganzheitlich zu betrachten. Und natürlich bringe ich sehr gerne meine wirtschaftspolitische Erfahrung in das Aufsichtsgremium ein", so Mahrer weiter.

Dem Generalrat obliegt die Überwachung jener Geschäfte, die nicht in den Aufgabenbereich des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) fallen. Der Generalrat ist somit mit dem Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft vergleichbar. Für dieses wichtige Gremium kommen daher nur erfahrene Personen in Frage, die auch leitende Persönlichkeiten des praktischen Wirtschaftslebens sowie Rechts-oder Wirtschaftswissenschafter sein sollen, betont das Finanzministerium.

Mahrer-Sprecherin: Bezüge sind gedeckelt

Kritik kam zunächst an den Bezügen, die Mahrer zu erwarten hat. Die Sprecherin Harald Mahrers dementierte die von der Grünen Wirtschaft errechneten Bezüge für den ÖVP-Multifunktionär in Höhe von 34.000 Euro pro Monat. "Die Bezüge von Harald Mahrer sind durch das Bezügebegrenzungsgesetz gedeckelt. Die gesetzliche Regelung sagt, dass man nur Anspruch auf zwei öffentliche Bezüge hat", so Sonja Horner zur APA.

Die Summe sei also gedeckelt und in Summe werde Mahrer durch die neue Funktion als OeNB-Präsident nicht mehr verdienen als bisher in seinen Funktionen als WKÖ-Präsident und SVA-Obmann.

"Wir sprechen bei der Bezugshöhe von einer Höhe, die deutlich unter einem Ministergehalt liegt. Er wird weiters auch kein zusätzliches Dienstauto der OeNB in Anspruch nehmen", betont Horner. "Es geht Mahrer um die Aufgabe, nicht um das Geld."





Schlagwörter

OeNB, Harald Mahrer, WKO

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Dokument erstellt am 2018-08-22 11:15:43
Letzte Änderung am 2018-08-22 15:59:36



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