• vom 30.08.2018, 21:50 Uhr

Politik

Update: 30.08.2018, 21:56 Uhr

Niederösterreich

Der SPÖ-Verbinder zur FPÖ geht




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  • Karl Schlögl beendet nach 40 Jahren seine politische Laufbahn.

Bürgermeister: nach fast 27 Jahren als Stadtchef von Purkersdorf tritt Schlögl ab.

Bürgermeister: nach fast 27 Jahren als Stadtchef von Purkersdorf tritt Schlögl ab.© apa/Pfarrhofer Bürgermeister: nach fast 27 Jahren als Stadtchef von Purkersdorf tritt Schlögl ab.© apa/Pfarrhofer

Purkersdorf. Vier Jahrzehnte war er auf verschiedenen Ebenen in der Politik - Ende Oktober nimmt Karl Schlögl (SPÖ) nach fast 27 Jahren den Hut als Bürgermeister von Purkersdorf (Bezirk St. Pölten-Land). Er sei immer mit ganzem Herzen und viel Einsatz bei der Sache gewesen, blickte der frühere Innenminister (1997 bis 2000) in einer Pressekonferenz am Donnerstag auf ein "in Summe erfolgreiches" politisches Leben zurück.

Der 63-Jährige zieht sich aus allen Funktionen zurück und will ein "interessierter Beobachter", aber kein "Berufskritiker" werden. Am 6. November soll sein Nachfolger gewählt werden. Wer das Amt übernimmt, bestimmen die Gremien, sein Wunschkandidat sei Gemeinderat Stefan Steinbichler (SPÖ), sagte Schlögl.


Er dankte seiner Partei, den Weggefährten und den politischen Mitbewerbern. Als er 1989 zum ersten Mal Stadtchef wurde, sei Purkersdorf eine 5000-Einwohner-Gemeinde ohne besondere Infrastruktur gewesen, die sich zur "blühenden" 10.000 Einwohner zählenden Stadt mit hoher Lebensqualität entwickelt habe.

Innerhalb der SPÖ hat Schlögl als Querverbinder zur FPÖ gegolten. "Natürlich" habe es in seiner Laufbahn Höhen und Tiefen gegeben. Er habe immer ein Konsenspolitiker über Parteigrenzen hinaus sein wollen, meinte Schlögl. Das sei ihm zum Teil gelungen, wenngleich ihm bewusst sei, dadurch manchmal spaltend gewirkt zu haben. Er habe auch unangenehme Dinge gesagt, zu denen er stehe, betonte der scheidende SPÖ-Politiker. Im Jänner hatte er sich noch für eine personelle Erneuerung der Parteispitze ausgesprochen - zum Abschied wollte er unter Hinweis auf sein "Harmoniebedürfnis" kein Statement mehr zur Bundespolitik abgeben.

Was war ein Tiefpunkt seiner Polit-Karriere? Er hätte sich das "Abenteuer" Landeshauptmannstellvertreter (November 1998 bis Mai 2001) in Niederösterreich ersparen können, sagte er.




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Dokument erstellt am 2018-08-30 17:32:53
Letzte Änderung am 2018-08-30 21:56:26



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