• vom 08.09.2018, 12:46 Uhr

Politik

Update: 09.09.2018, 08:10 Uhr

Burgenland

Niessl geht, Doskozil kommt








Von WZ Online, APA

  • Doskozil wurde beim Landesparteitag der SPÖ zum neuen Chef gewählt, Niessl tritt Ende Februar als Landeshauptmann ab.

Hans Peter Doskozil beim Landesparteitag.- - © APAweb, ROBERT JAEGER

Hans Peter Doskozil beim Landesparteitag.- © APAweb, ROBERT JAEGER

Niessl verabschiiedet sich: "Ich werde auch in Zukunft einer von euch bleiben"

Niessl verabschiiedet sich: "Ich werde auch in Zukunft einer von euch bleiben"© APAwe,ROBERT JAEGER Niessl verabschiiedet sich: "Ich werde auch in Zukunft einer von euch bleiben"© APAwe,ROBERT JAEGER

Oberwart. Hans Peter Doskozil ist am Samstag beim Landesparteitag der SPÖ Burgenland mit 98,4 Prozent der Delegierten-Stimmen zum neuen Landesparteivorsitzenden gewählt worden. Doskozil übernimmt diese Funktion von Landeshauptmann Hans Niessl, der 18 Jahre lang an der Spitze der Partei stand. Im Vorfeld hatte sich der frühere Verteidigungsminister ein "respektables Ergebnis" erwartet.

Nach der Kür zum Landesparteivorsitzenden soll in weiterer Folge jene zum Landeshauptmann folgen. Diese ist für den 28. Februar geplant, verkündete Niessl vor den rund 2.000 Besuchern. Neben Doskozil erhielten auch die Stellvertreter starke Ergebnisse. Keiner blieb unter 98 Prozent.

 Niessl tritt Ende Februar als Landeshauptmann ab

Landeshauptmann Hans Niessl wird am 28. Februar in dieser Funktion abtreten. Das verkündete Niessl am Samstag gegen Ende seiner Rede am Landesparteitag der SPÖ Burgenland in Oberwart. Der Partei will der scheidende Landesparteivorsitzende - Hans Peter Doskozil übernimmt am Samstag die Führung der Spitze - treu bleiben. "Ich werde auch in Zukunft einer von euch bleiben."

"Der Parteitag ist für mich nicht mit Wehmut oder Melancholie verbunden", meinte Niessl in seinem mehr als halbstündigen Statement. "Ich bin froh darüber, dass wir einen starken, erfahrenen, kompetenten Parteivorsitzenden bekommen". Doskozil werde nicht in seine Fußstapfen treten, sondern müsse seine eigenen Spuren hinterlassen. "Jeder ist eine andere Persönlichkeit, jeder muss neue Impulse setzen. Du wirst dir dein Team aussuchen, deine Schwerpunkte setzen", meinte er zu dem künftigen Parteichef. Doskozil müsse seinen Weg alleine gehen - mit seinem Team. Dieses neue Team soll er sich bis zur Übergabe am 28. Februar bei einem Sonderlandtag zusammenstellen.

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Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Partei hat Niessl. Trotz des bevorstehenden Wechsels liege man in dem Umfragen besser als bei der letzten Wahl. Niessl kann sich sogar vorstellen, dass man wieder nahe an eine absolute Mehrheit kommen könnte.

In seiner Rede blickte Niessl auf seine 18 Jahre als Landeshauptmann zurück. Etwa darauf, dass man in den vergangenen 18 Jahren ein Plus von 30 Prozent an Arbeitsplätzen netto habe verbuchen können, sagte er. Außerdem zähle das Burgenland heute zu den Aufsteiger-Regionen in Europa.

Sein Statement nutzte Niessl auch, um einmal mehr Kritik an der Bundesregierung zu üben. "Überheblichkeit kommt vor dem Fall", meinte er in Hinblick darauf, dass die Bundesländer nicht ernst genommen würden und stieß damit ins gleiche Horn wie zuvor schon Bundesparteichef Christian Kern. "Wir müssen auf die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen eingehen, um wieder die Nummer eins in Österreich zu werden", sagte Niessl.

An Doskozil gerichtet meinte Niessl: "Ich bin überzeugt davon, du wirst ein exzellenter Vorsitzender und du wirst mit der Sozialdemokratie auch in Zukunft großartige Erfolge feiern." Und: "Ich übergebe dir eine wunderbare Partei."


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Dokument erstellt am 2018-09-08 12:48:05
Letzte Änderung am 2018-09-09 08:10:28



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