• vom 08.09.2018, 16:29 Uhr

Politik

Update: 09.09.2018, 11:34 Uhr

Musterlehrling

FPÖ rudert zurück und bedauert




  • Artikel
  • Kommentare (3)
  • Lesenswert (10)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Pressereferat der FPÖ Oberösterreich stellt Aussendung richtig, FPÖ-Klub veröffentlicht "Richtigstellung".

Wie die "Wiener Zeitung" berichtete kriminalisierte die FPÖ einen Lehrling, der mit einer Terrormiliz sympathisieren soll, zeigte aber die falsche Person an.

Wie die "Wiener Zeitung" berichtete kriminalisierte die FPÖ einen Lehrling, der mit einer Terrormiliz sympathisieren soll, zeigte aber die falsche Person an.© Peter Lechner/HBF Wie die "Wiener Zeitung" berichtete kriminalisierte die FPÖ einen Lehrling, der mit einer Terrormiliz sympathisieren soll, zeigte aber die falsche Person an.© Peter Lechner/HBF

Linz/Wels/Wien. Im Fall des von der FPÖ angezeigten Lehrlings (die "Wiener Zeitung" berichtete) haben die oö. Freiheitlichen am Samstag "bedauerliche Rechercheirrtümer" eingestanden. Es sei nicht richtig, dass gegen jenen Asylwerber, der von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und von Landesrat Rudi Anschober (Grüne) als "Asyl-Musterlehrling" präsentiert worden sei, der Verfassungsschutz wegen "radikal islamischer Umtriebe" ermittelt habe.

Das Pressereferat der FPÖ Oberösterreich hatte damit eine Presseaussendung der Freiheitlichen vom 3. September richtiggestellt. Im Presserreferat sei es "aufgrund von mehreren bedauerlichen Rechercheirrtümern, von unterschiedlichen Ebenen ausgelöst", zu dieser Aussendung gekommen. Die FPÖ OÖ werde in Zukunft derartige oder ähnliche Äußerungen zum Nachteil dieses Asylwerbers unterlassen, wurde heute betont. "Hinsichtlich sämtlicher Unannehmlichkeiten", die der Betroffene in diesem Zusammenhang erfahren hat, "wird unser Bedauern zum Ausdruck gebracht".

Gudenus widerruft und bedauert

Auch FPÖ-Klubchef Johann Gudenus und seine Fraktion bedauern, einen Lehrling fälschlicherweise als "Fan der Terrormiliz Hisbollah" bezeichnet zu haben. Das erklärten sie am Samstagabend in einer via OTS verbreiteten "Richtigstellung". Entsprechende Aussagen würden künftig unterlassen, bezüglich der Unannehmlichkeiten für den Mann drücke man Bedauern aus.

Ursprünglich hatte Gudenus eine Entschuldigung für nicht nötig gehalten. Er fand die Verwechslung für den Asylwerber, der durch einen Besuch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen eine gewisse Bekanntheit erlangt hatte, zwar "sehr bedauerlich", Fehler habe man aber nicht gemacht, so der Klubobmann vergangenen Donnerstag.

Am Freitag hatte die Staatsanwaltschaft Wels bekanntgegeben, dass die Ermittlungen gegen den Lehrling eingestellt wurden. Anschober kündigte daraufhin die Prüfung rechtlicher Schritte - vor allem gegen FPÖ-Klubchef Johann Gudenus - an. Anschober hatte Gudenus als "rücktrittsreif" bezeichnet und die nun revidierte Aussendung des oö. LHStv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) vom 3. September für klagbar gehalten.




3 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-08 16:30:50
Letzte Änderung am 2018-09-09 11:34:28



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Rendi-Wagners Glück und Pech
  2. Herbststurm erreicht Orkanstärke
  3. Rendi-Wagner soll es richten
  4. Am Staat vorbei
  5. Kurz und Strache verlangen "spürbaren" Lohnanstieg
Meistkommentiert
  1. Opposition geschlossen gegen
    Ende der Lehre für Asylwerber
  2. Kern will bei EU-Wahl antreten
  3. Kurz und Strache verlangen "spürbaren" Lohnanstieg
  4. Rendi-Wagner soll es richten
  5. Politikexperten sehen "Super-Gau" für SPÖ

Die steirische Molekularbiologin und Neo-Nationalratsabgeordnete Juliane Bogner-Strauß übernimmt das Ressort Frauen, Familie und Jugend.



Werbung