• vom 11.09.2018, 17:25 Uhr

Politik


OECD

Ungleiche Chancen bei Bildung




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  • Wenige Studenten aus bildungsfernen Schichten an heimischen Universitäten.

Wien/Brüssel/Paris. In der Hochschulbildung gibt es wenig Chancengerechtigkeit. Zu diesem Schluss kommt die am Dienstag präsentierte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick". In Österreich ist dabei die Chance von Personen, deren Eltern keinen Abschluss im Tertiärbereich haben, auf den Beginn und Abschluss eines Studiums gering. Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt hingegen ist vergleichsweise gut. Demnach waren hier nur rund elf Prozent der 15- bis 29-Jährigen weder in einer Ausbildung noch berufstätig, im OECD- und EU-Schnitt waren es je rund 13 Prozent.

Für ihre Auswertung zur Gerechtigkeit respektive Mobilität im Hochschulbereich hat die OECD diesmal einen etwas anderen Zugang gewählt: Die Ungleichheit wird anhand eines Vergleichs des Anteils junger Menschen aus potenziell benachteiligten Gruppen im Hochschulbereich mit ihrem Anteil an der Gesamtpopulation verglichen. Bei perfekter Chancengleichheit müsste dieser in etwa übereinstimmen.


In Österreich beträgt der Anteil der 18- bis 24-Jährigen mit Eltern ohne Tertiärabschluss (auch ein BHS-Abschluss gilt als solcher, Anm.) an der Gesamtpopulation 61 Prozent. Bei den Anfängern eines Bachelor- oder Diplomstudiums an einer Hochschule liegt dieser bei nur 37 Prozent. Der "Gap" beträgt 24 Prozentpunkte. Höher ist er nur in Lettland und Litauen, niedrig in Italien mit nur elf Prozentpunkten.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Absolventen: Der Anteil der 20- bis 29-Jährigen mit Eltern ohne Tertiärabschluss an der Gesamtpopulation macht 64 Prozent aus, bei den Erstabsolventen eines Bachelor- oder Diplomstudiums hingegen nur noch 38 Prozent. Hier ist dieser Gap in Österreich mit rund 26 Prozentpunkten sogar am größten (ex aequo mit Schweden). Die Gründe dafür können Hindernisse beim Uni-Eintritt sein (etwa zu hohe Studiengebühren) oder Probleme, die schon einen Erfolg in den vorgelagerten Bildungsbereichen verhindern.




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Dokument erstellt am 2018-09-11 17:36:03



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