• vom 24.09.2018, 17:43 Uhr

Politik


SPÖ

Volle Unterstützung für die neue Chefin




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  • Der Wiener SPÖ-Landespartei und Bürgermeister Michael Ludwig stellten sich am Montag hinter Pamela Rendi-Wagner.

"Mit aller Kraft" will Wiens Bürgermeister Ludwig die neue Parteichefin unterstützen. - © apa/Hans Punz

"Mit aller Kraft" will Wiens Bürgermeister Ludwig die neue Parteichefin unterstützen. © apa/Hans Punz

Wien. (pech) Der Bundesparteivorstand der SPÖ trifft sich heute, Dienstag, um die neue Chefin, Pamela Rendi-Wagner, auch formal abzusegnen. Gewählt wird sie erst beim Bundesparteitag am 24. und 25. November. Bereits am Montag stellte sich die mächtige Wiener Landespartei hinter ihre neue Frontfrau. Bürgermeister Michael Ludwig sicherte Rendi-Wagner die volle Unterstützung zu: "Es gibt keine negativen Stimmen in der SPÖ Wien. Sie braucht sich keine Sorgen machen." Man wolle die neue Vorsitzende noch besser kennenlernen, so Ludwig am vor einem Treffen der Wiener Partei.

Er und die Wiener Genossen würden die Ex-Gesundheitsministerin "mit aller Kraft" unterstützen, versicherte der Stadtchef wiederholt. Das anfängliche Zögern der Wiener Landespartei habe nichts mit der Person Rendi-Wagners zu tun gehabt, versicherte er. Es sei um das Wie gegangen. Man hätte sich einen geordneteren Übergang gewünscht, erinnerte Ludwig an den überstürzten Abgang von Christian Kern in der Vorwoche. Es gebe in der Wiener SPÖ aber den Wunsch, die künftige Parteichefin noch näher kennenzulernen. Denn die Hauptstadt-Roten seien eine "politische Organisation, die nicht aus optischen Gründen oder aus einem Bauchgefühl heraus, sondern aufgrund von inhaltlichen und strategischen Positionen Entscheidungen trifft". Und hierbei machte Ludwig auch klar, dass er sich von Rendi-Wagner auch Unterstützung für die Anliegen der Wiener - etwa bei den Themen Arbeit, Bildung, Gesundheit und Sozialpolitik - erwarte.


Bures: Es geht nicht
um Hausmacht

Rund 200 SPÖ Mitglieder haben sich am Montag zu einem "kleinen Parteitag" im ÖGB-Zentrum zusammengefunden, um die rund 100 Anträge für den Bundesparteitag zu diskutieren. Die Sitzung war nicht medienöffentlich. Nur wenige Funktionäre stellten sich den Fragen der Medien - so zum Beispiel die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures. Rendi-Wagner "hat das Herz am rechten Fleck und sie hat den Intellekt, die Partei zu führen", sagte Bures. Angesprochen auf die mitunter fehlende Hausmacht der designierten Chefin meinte Bures, dies sei nicht notwendig: "Denn sie hat die Unterstützung." Rendi-Wagner sei nicht Vorsitzende einer Landesorganisation, aber das tue nichts zur Sache. Kern sei dies ebenso wenig gewesen wie einige andere Vorsitzende vor ihm.

Auch Andreas Schieder sprach von einer "exzellenten Entscheidung". Die SPÖ habe sich jedenfalls aus der am Dienstag ausgebrochenen Krise übers Wochenende wieder befreit, analysierte Schieder. Ob er geschäftsführender Klubobmann bleibt, ließ er unkommentiert.

Kern stellte am Wochenende klar, dass er ein Mandat im EU-Parlament annimmt, wenn er ein solches bekommt, und zwar ungeachtet der Frage, ob er Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten wird.




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Dokument erstellt am 2018-09-24 17:54:22



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