• vom 09.10.2018, 06:30 Uhr

Politik


Pensionen 2018

Gestaffelte Pensionserhöhung für 2019 wird beschlossen




  • Artikel
  • Kommentare (13)
  • Lesenswert (58)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • SPÖ-Pensionistenverband ist vor heutigem Treffen mit Kurz dennoch ungehalten. 1200 Euro Mindestpension kommt erst 2020.

Wien. (ett). Die Bundesregierung wird morgen, Mittwoch, im Ministerrat den Gesetzesentwurf zur Pensionserhöhung für das kommende Jahr beschließen, wie der "Wiener Zeitung" bestätigt wurde. Die Grundzüge stehen seit August fest: Die Pensionen werden im kommenden Jahr gestaffelt erhöht. Maximal macht die Anhebung 2,6 Prozent aus. Für Beamte mit mehr als 3402 Euro Pension im Monat wird es nur eine Erhöhung um den Fixbetrag von 68 Euro geben.

Pensionen bis zu 1115 Euro im Monat werden um 2,6 Prozent erhöht. Davon profitiert die Hälfte der rund 2,2 Millionen Pensionisten. Von 1115 bis 1500 Euro sinkt die Erhöhung von 2,6 auf 2,0 Prozent. Von dieser Grenze bis zur ASVG-Höchstpension von 3402 Euro soll die Anhebung 2,0 Prozent betragen. Bei höheren Pensionen - das trifft Beamte - sind es 68 Euro mehr. Die Mehrkosten liegen bei gut einer Milliarde Euro.


Der Präsident des SPÖ-Pensionistenverbandes, Peter Kostelka, ist allerdings aus zwei Gründen trotz der Pensionserhöhung erbost. "Die Regierung beschert den Pensionisten einen massiven Kaufkraftverlust", wetterte er. Denn die Teuerung für jene Produkte, die Pensionisten benötigen, sei höher. Die Pensionserhöhung müsste daher für 2019 bei vier Prozent liegen.

Unmut über späte Einbindung Gespräche über Pensionen
Der Unmut resultiert aber auch aus dem Umstand, dass die Seniorenvertreter bisher von der Regierung offiziell nicht in Gespräche zur Pensionserhöhung eingebunden worden sind. Für heute, Dienstagabend, sind Kostelka und ÖVP-Seniorenbundchefin Ingrid Korosec zu einer Aussprache von Bundeskanzler Sebastian Kurz eingeladen worden. Freilich sind die SPÖ-Pensionistenvertreter alles andere als zufrieden, dass die Einladung erst unmittelbar vor dem Regierungsbeschluss erfolgt.

Für Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) bringt die gestaffelte Erhöhung mehr "Fairness im System". Es sei das Verständnis dieser Regierung von "sozialer Gerechtigkeit", kleine und mittlere Pensionen stärker zu erhöhen, betonte Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP).

Ein anderes Vorhaben der türkis-blauen Regierung kommt noch nicht 2019 zum Tragen. Es geht dabei um die angekündigte außertourliche Anhebung von Mindestpensionen auf 1200 Euro im Monat. Das werde 2019 beschlossen und trete ab 2020 in Kraft, wurde der "Wiener Zeitung" im Sozialministerium erklärt.

1200 Euro Mindestpension sollen Menschen erhalten, die 40 Jahre gearbeitet haben. Davon dürften einige tausend Menschen profitieren, viele Männer liegen aber schon über diesem Betrag.




Schlagwörter

Pensionen 2018

13 Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-10-08 17:15:32



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Ärztekammer drängt auf ambulante Sonderklasse
  2. Ski-Gondeln im Zillertal kollidiert
  3. Gamon will Neos in EU-Wahl führen
  4. Köstinger bremst Hofer ein
  5. Verbrauchte Böden
Meistkommentiert
  1. Herbert Kickl: Fast von nichts gewusst
  2. Jugendliche Flüchtlinge werden verlegt
  3. Kritik an und Anzeige gegen Waldhäusl
  4. Köstinger bremst Hofer ein
  5. Rendi-Wagner erwartet Rückkehr der Wähler

Die Wandlung: Als Kandidatin für die Bundestagswahl 1994 und als Generalsekretärin 2018.



Werbung