• vom 11.10.2018, 16:32 Uhr

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AMS setzt PC bei der Jobvermittlung ein




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  • Computerprogramm beurteilt künftig Jobchancen.

Wien. (dg) In Zukunft soll ein Computerprogramm das AMS bei der Evaluierung der Jobchancen von Arbeitssuchenden die Betreuer unterstützen. Das berichtete der "Standard" am Donnerstag. Das Programm soll mit Daten über die Jobsuchenden gespeist werden und deren Jobchancen berechnen. Es soll kommendes Jahr in den Testbetrieb gehen und ab 2020 regelmäßig angewandt werden.

Wer laut Programm eine zumindest 66-prozentige Chance hat, in den nächsten sieben Monaten einen Job zu finden, gilt als Person mit hohen Arbeitsmarktchancen. Wessen Chancen unter 25 Prozent liegen, innerhalb von zwei Jahren wieder zu arbeiten, gilt als schwer vermittelbar. Laut dem internen Papier, auf das der "Standard" verweist, soll sich das AMS bei der Vermittlung auf die mittlere Gruppe konzentrieren.


Junge Jobsuchende unter 25 Jahren sollen zudem nie in die niedrigste Stufe kommen, unabhängig von deren Qualifikation und Chancenquotient. Das Programm soll, so die Sprecherin des AMS Beate Sprenger, einheitliche Standards für ganz Österreich bringen. Zudem sollen die AMS-Mittel effizienter und "treffsicherer" eingesetzt werden. Also bei Menschen, die zwar Hilfe bei der Jobsuche brauchen, aber auch gute Chancen am Arbeitsmarkt hätten.

Im Hintergrund bereitet sich das AMS damit wohl auch auf anstehende Kürzungen beim Budget. Es stehen nämlich Kürzungen von mindestens 220 Millionen im Raum. Vom ursprünglichen Plan, eine Milliarde beim AMS zu kürzen, ist die Regierung abgekommen. Das neue Instrument wird von Wirtschaftsvertretern positiv bewertet und von der Arbeitnehmerseite gibt es zumindest wenig Bedenken.




Schlagwörter

AMS, Jobsuche, Johannes Kopf

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Dokument erstellt am 2018-10-11 16:42:53



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