• vom 03.12.2018, 14:50 Uhr

Wie jetzt? Der Demokratie-Podcast

Update: 17.12.2018, 14:21 Uhr

Demokratie

Mutig in komplexe Zeiten




  • Artikel
  • Lesenswert (7)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online

  • Die erste Folge von "Wie jetzt", dem Podcast mit großen und kleinen Gedanken über Demokratie.

- © fotogestoeber - stock.adobe.com

© fotogestoeber - stock.adobe.com

In der ersten Folge von "Wie jetzt?" geht es um die Frage, wie man eine Wissensgesellschaft organisiert, wie man Menschen in eine immer schnellere Welt mitnimmt. Antonella Mei-Pochtler, Leiterin des Think-Tanks "Think Austria" im Bundeskanzleramt, und Harald Katzmair, Sozialwissenschaftler und Geschäftsführer von FAS Research zusammen, reden über das Leben im Spannungsfeld zwischen Wissen und Weisheit.

"Unsere Welt ist nicht komplizierter geworden, sondern schneller", sagt Harald Katzmair zu Beginn. Deswegen muss man auch unterscheiden – was ist Information, was ist Wissen und was ist Weisheit? Think-Tanks sind wichtige Orte, um eine andere Perspektive einzunehmen, um reflektiert zu entscheiden.

Dem stimmt auch Mei-Pochtler zu. Sie steht ja einem Think-Tank vor. Sie argumentiert, dass Entschleunigung ein wesentliches Ziel von Think Austria ist. Man muss jedoch von der Reflexion auch in das Tun kommen. Was bedeutet das für die Politik und das Ausüben von Macht? Durch die Explosion von Information in den letzten Jahren, muss man mit sehr viel mehr Information zurechtkommen, das Wissen konsolidieren, kondensieren und interpretieren.

Information

Der Podcast "Wie jetzt?"

Die Idee: Der Gastgeber Milo Tesselaar spricht mit Menschen aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, mit allen, die eine wesentliche Rolle zur Zukunft unserer Demokratie spielen, und spielen wollen.

Die Ausführung: Der Podcast entsteht in einer Kooperation zwischen "Wiener Zeitung" Demokratie21. Demokratie21 ist eine Plattform, eine unabhängige Bürgerinitiative, die sich mit der Zukunft unserer Demokratie beschäftigt.

Danach beginnt jedoch erst die politische Arbeit, die Mei-Pochtler als Überzeugen und Konsensfindung beschreibt. Zusätzlich haben sich unvorhersehbare, weitreichende Ereignisse, sogenannte Black Swans, gehäuft. Darunter fällt zum Beispiel der Brexit. All diese Faktoren ergeben in Kombination eine unglaublich komplexe Materie, die nur durch starke Zeitkompression bewältigt werden, kann. Ein Skill, der in der Verwaltung aber nicht immer vorhanden ist.

Harald Katzmair, Antonella Mei-Pochtler und Milo Tesselaar denken über die Wissengesellschaft nach.

Harald Katzmair, Antonella Mei-Pochtler und Milo Tesselaar denken über die Wissengesellschaft nach.© Demokratie21 Harald Katzmair, Antonella Mei-Pochtler und Milo Tesselaar denken über die Wissengesellschaft nach.© Demokratie21

Auch Katzmair meint, dass man Komplexität reduzieren muss. Aber "Komplexität zu reduzieren ist sehr komplex". Mit den reduzierten Informationen muss dann eine Story erzählt werden, die Menschen das Gefühl gibt, eine Rolle in der Zukunft zu spielen. Er betont, wie wichtig das ist: "Die größte Sorge von Menschen heute ist, dass es eine Zukunft gibt, in der man keinen Platz hat. In der man nicht gebraucht und nicht verwendet wird".





Schlagwörter

Demokratie, Podcast, Wie jetzt?

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-03 14:50:55
Letzte Änderung am 2018-12-17 14:21:16



Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Die neuen, höheren Sozialtarife
  2. Angeklagter bekennt sich schuldig
  3. Globale Regeln, lokales Werk
  4. Erinnerungslücken und geschredderte Akten
  5. Gurker Domkapitel erhebt schwere Vorwürfe
Meistkommentiert
  1. Köstinger bremst Hofer ein
  2. Anordnung für Drasenhofen direkt von Waldhäusl
  3. Juristen sehen "Anwesenheitspflicht" für Asylwerber skeptisch
  4. FPÖ klagt Republik
  5. Regierung erwägt nächtliche "Anwesenheitspflicht" für Asylwerber

Der chinesische Künstler Jin Shan vor einer seiner Skulpturen in seinem Studio in Shanghai. 



Werbung