Die Bescherung für Zollbeamte erfolgte heuer auf Raten. Wie am Freitag bekannt wurde, beschlagnahmten deutsche und türkische Behörden verbotene Substanzen im Wert von jeweils mehr als sechs Millionen Euro.

Im Hamburger Hafen wurden rund 100 Kilogramm Kokain eingezogen. Das Rauschgift war in Bananenkisten auf einem aus Ecuador kommenden Frachtschiff versteckt, wie das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg und der Zoll in Stuttgart mitteilten. Das Kokain hat demnach einen Marktwert von etwa sechs Millionen Euro.

Weitere Lieferungen der international agierenden Täter sollten offenkundig folgen. Ein 38-jähriger Tatverdächtiger wurde vor gut zwei Wochen festgenommen, als er im Begriff war, das Kokain zu übernehmen. Außerdem gab es Durchsuchungen im Raum Bonn und Hamburg am Wohnsitz und an der Arbeitsstelle des Festgenommenen. Dabei wurden Beweismittel wie Mobiltelefone, ein Notebook und schriftliche Unterlagen beschlagnahmt.

Eine Rekordmenge von eineinhalb Tonnen Haschisch haben hingegen die türkischen Behörden an der Grenze zu Griechenland beschlagnahmt. Die Drogen, deren Straßenverkaufswert auf 40 Millionen Lira (rund 6,6 Millionen Euro) geschätzt wurde, waren in 152 Säcken in einem Lastwagen versteckt, der den Übergang bei Ipsala in der Provinz Edirne passieren wollte.

Der Laster, der offiziell Sojabohnen transportierte, schaffte es sogar durch den Röntgen-Check. Dann jedoch habe ein Drogenspürhund angeschlagen. Laut dem Ministerium handelte es sich um die größte Ladung geschmuggelter Drogen, die jemals an der türkischen Grenze sichergestellt wurde. Der albanische Fahrer des Lastwagens sowie zwei weitere Verdächtige wurden festgenommen.