Paris. Bei einer Gasexplosion in einem Gebäude im Zentrum von Paris sind drei Menschen getötet und fast 50 weitere verletzt worden. Bei dem Unglück am Samstagmorgen starben zwei Feuerwehrleute, die in dem Haus wegen eines Gaslecks im Einsatz waren, sowie eine spanische Touristin.

Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft wurden mindestens 47 Menschen verletzt, zehn von ihnen schwer. Unglücksursache sei offensichtlich der Gasaustritt in dem Haus gewesen, erklärte Innenminister Christophe Castaner. In dem Gebäude befanden sich neben Wohnungen eine Bäckerei und ein Restaurant.

Durch die Wucht der Detonation barsten die Fensterscheiben in der Umgebung. Auf der Straße lagen Trümmerteile, der untere Teil eines Gebäudes war verwüstet und stand in Flammen. Geparkte Autos wurden durch die Wucht der Explosion umgestürzt.

- © APA
- © APA

200 Feuerwehrleute im Einsatz

Die Feuerwehr war mit 200 Einsatzkräften im Einsatz um die Flammen zu löschen und Hausbewohner über Leitern in Sicherheit zu bringen. Rettungskräfte versorgten die Verletzten vor Ort, die meisten wurden wegen Kopfverletzungen behandelt.

"Wir schliefen alle, und dann hörten wir einen Knall, wir dachten es ist ein Erdbeben", sagte eine Jugendliche aus einer angrenzenden Straße.

"Ich schlief und wurde von der Erschütterung geweckt", berichtete Claire Sallavuard, die in dem Gebäude in der Rue de Trevise wohnt, in dem sich die Explosion ereignete. "Alle Fenster der Wohnung explodierten, alle offenen Türen sprangen aus den Angeln. Um aus dem Zimmer zu kommen, musste ich über die Tür laufen, die Kinder waren in Panik, weil sie nicht aus ihrem Zimmer kamen." Die Feuerwehr brachte die Familie schließlich über eine Leiter in Sicherheit.

Viele Touristen verließen überstürzt ihre Hotels in der Gegend, wie eine AFP-Reporterin beobachtete. Einige liefen im Schlafanzug oder halb angezogen auf die Straße. Zu sehen war auch ein verstört wirkender Mann, der barfuß und mit staubbedeckten Haaren von Rettungskräften versorgt wurde. Über dem Unglücksort kreiste ein Hubschrauber.