Blick über Melbourne - © Kelvin Kam Zhen Min/Getty
Blick über Melbourne - © Kelvin Kam Zhen Min/Getty

Welche Stadt hat die weltweit höchste Lebensqualität? Noch im Sommer 2017 kürte die renommierte EIU (The Economist Intelligence Unit) Melbourne, die zweitgrößte Stadt Australiens, zum siebten Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt, im Sommer 2018 gelang Wien, dem langjährigen Zweitplatzierten, der Sprung auf den ersten Platz. Die EIU-Studie bewertete 140 Großstädte nach Kriterien wie Stabilität, Infrastruktur, Gesundheitswesen, Bildung sowie Sport- und Kulturangebot.

Sieben Jahren lang führte die Vier-Millionen-Einwohner-Stadt Melbourne bei diesem weltweiten Ranking vor Wien. Natürlich war dieser Vergleich noch nie das Maß aller Dinge, beim Mercer Quality of Living City Ranking beispielsweise landet Wien schon seit Jahren auf Platz eins. Normalerweise vergleicht sich Melbourne ohnehin eher mit dem ewigen Rivalen Sydney. Doch was genau macht Melbourne so besonders? Parallelen, aber auch Unterschiede zu Wien gibt es jedenfalls en masse.

Melbourne ist eine Stadt mit spiegelnden Wolkenkratzern, viktorianischen Herrenhäusern, weitläufigen Parks und verschachtelten Laneways. Die meisten Panoramabilder der Stadt zeigen die Skyline, meist Hochhäuser, die rechts und links des Flussufers gen Himmel ragen. Natürlich ist es nicht die Donau, sondern der ungleich kürzere Yarra River, an dessen Ufern Melbourne gegründet wurde. Immer wieder sind Ruderer auf dem Fluss unterwegs, und einmal jährlich gibt es sogar einen Wasserskiwettbewerb. Auf der kleinen Insel Herring Island finden sich ein Skulpturenpark und eine Galerie. Man kann mit einer Fähre dorthin übersetzen. Am Yarra-Fluss tuckern Sightseeing-Boote zu den River Gardens oder den Docklands, zudem finden sich am südlichen Flussufer angesagte Restaurants.

Mit der Straßenbahn bis ans Meer

Vom Federation Square, dem modern gestalteten Zentrum der Stadt, kann man mit der Straßenbahn Nr. 16 bis ans Meer fahren. Der Stadtteil St. Kilda liegt sieben Kilometer südöstlich des Zentrums und hat einen Strand, der in den Sommermonaten bei Surfern und Sonnenhungrigen gleichermaßen beliebt ist. St. Kilda ist aber auch ein alternatives Boheme- und Backpacker-Viertel, das zum Ausgehen einlädt. In der Acland Street locken mehrere Konditoreien – dort kann jeder selbst ausprobieren, ob der Wiener Apfelstrudel oder die australische Pavlova besser schmeckt.