Salzburg/Linz. Heftige Niederschläge und Starkwind haben bei den Feuerwehren in Oberösterreich und Salzburg vor dem Heiligen Abend noch einmal für Hochbetrieb gesorgt. Nahezu alle Landesteile waren betroffen.

Die Helfer wurden meist gerufen, weil Straßen durch umgestürzte Bäume blockiert waren. Einsätze waren auch zum Hochwasserschutz notwendig. Zudem wurden überflutete Keller ausgepumpt. Nahezu alle Landesteile waren betroffen. In Salzburg berichtete die Landeswarnzentrale Montagvormittag, dass 29 Feuerwehren mit rund 420 Mann zu 54 Einsätzen ausgerückt waren.


Link-Tipps

wienerzeitung.at ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

 Ennkai in Steyr gesperrt

In Oberösterreich bilanzierte das Landesfeuerwehrkommando, dass 50 Bäume von den Straßen geräumt wurden und weitere 15 Einsätze, nachdem Wasser in Keller eingedrungen war. In Steyr wurde der Ennskai vorsorglich gesperrt. Auch in Bad Ischl baute die Feuerwehr den Hochwasserschutz entlang des Ischlflusses auf, weil dort die Warnstufe erreicht wurde. Über Verletzte lagen keine Meldungen vor.

Der Hydrografische Dienst des Landes Oberösterreich schloss nicht aus, dass an kleineren Gewässern lokale, kleinräumige Überflutungen auftreten können, auch an den größeren Gewässern sollten die Wasserstände noch weiter ansteigen. Jedoch dürften die Warngrenzen am Inn und an den Donaupegeln nicht überschritten werden. Weil die Schneefallgrenze im Laufe des Tages sinkt und der Regen im südlichen Bergland vielerorts in Schnee übergeht wurde für die zweite Tageshälfte eine Entspannung der Hochwassersituation vorhergesagt.

Straßensperren nach Felsstürzen in Tirol

In Tirol hat das Sturmwetter in der Nacht und in den frühen Morgenstunden die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Mehrere Felsstürze führten im Tiroler Oberland zu Straßensperren, außerdem kam es zu kleinräumigen Überflutungen. Im Unterland stürzte in Niederndorf (Bez. Kufstein) ein Baum auf ein Einfamilienhaus. Verletzt wurde niemand, hieß es bei der Polizei.

Die Gesteinsmassen gingen auf die Landecker Straße (L76) kurz nach Landeck, die Reschen Straße (B180) bei Pfunds sowie die Paznauntal Straße (B188) ab. Während die L76 und die B180 aus Sicherheitsgründen auch zu Mittag noch gesperrt waren, wurde die B188 am Vormittag wieder für den Verkehr freigegeben. Laut ÖAMTC waren für die beiden nicht benützbaren Verbindungen Umleitungen eingerichtet. Nach einem Murenabgang war auch die L21 zwischen Stanzach und Namlos (Bez. Reutte) nicht befahrbar.

Zu Verkehrsbehinderungen führte in den höheren Lagen auch der Schnee. Es bestand vielerorts Schneekettenpflicht, etwa auf der Arlbergstraße (B197).

In Niederndorf stürzte ein Baum aus dem angrenzenden Wald auf das Dach eines Wohnhauses, dabei entstand großer Sachschaden. Ebenfalls umgestürzt ist der Christbaum des Weihnachtsmarktes in St. Johann. In beiden Fällen führte die Feuerwehr Sicherungsarbeiten durch.

 Erdrutsch ging auf Hotel ab

Und in Vorarlberg ging am Montag früh eine Mure auf ein Hotel in Hirschegg im Kleinwalsertal ab, 22 Gäste wurden in einen anderen Trakt des Hauses gebracht. Verletzt wurde niemand. Die Mure löste sich wegen starker  Regenfälle.