Wien. (maz) Der Kampf der brasilianischen Ureinwohner um ihre Rechte wird schon lange von der Dreikönigsaktion (www.dka.at) unterstützt. Es ist aber nur eines von mehr als 500 Hilfsprojekten in 19 Ländern der Welt, die mit den Spenden finanziert werden, die ab heute wieder von den Sternsingern gesammelt werden.

85.000 Buben und Mädchen in Österreich (500.000 in ganz Europa) ziehen in ihren Weihnachtsferien bis 6. Jänner von Haus zu Haus. Etwa 200 Euro pro Kind kommen dabei jedes Jahr zusammen - in Summe macht das seit Beginn der Dreikönigsaktion im Jahr 1954 mehr als 425 Millionen Euro. Allein im Vorjahr waren es 17,5 Millionen Euro an (steuerlich absetzbaren) Spenden - Tendenz weiterhin steigend.

Hilfe für Straßenkinder

Für die Kinder ist es eine lehrreiche Erfahrung. So meint etwa Wiens Erzbischof Christoph Schönborn: "Das Wichtigste am Sternsingen ist, dass Kinder in einem sehr wohlhabenden Land nicht vergessen, dass es Menschen in vielen Teilen der Welt sehr viel schlechter geht."

Neben Brasiliens Indios unterstützen die Partner der Dreikönigsaktion zum Beispiel Straßenkinder in El Alto, einer der ärmsten Städte Boliviens, denen ein besseres Leben fern von Straße, Hunger, Gewalt und Kälte ermöglicht werden soll. Die Initiative Maya Paya Kimsa geht dabei behutsam vor. Denn den Kindern, die oft Schlimmes durchgemacht haben, fehlt es nicht nur an Ausbildung, sondern auch an Vertrauen in sich und andere Menschen. Und sie sind jahrelang nur den Regeln der Straße gefolgt, was es schwer macht, sie in geordneten Heimen unterzubringen. Maya Paya Kimsa setzt auf ein offenes Tageszentrum und Streetwork, um die Kinder allmählich an ein Leben in Gemeinschaft, mit strukturierten Tagesabläufen und grundlegenden Regeln zu gewöhnen.

Hilfe für Straßenkinder gibt es auch auf der anderen Seite des Globus, in der indischen Stadt Vijayawada, wo sich einige Eisenbahnlinien kreuzen und täglich neue Kinder stranden. Sie werden dabei auch Opfer von Menschenhandel, Misshandlungen oder sexualisierter Gewalt. Auch auf der philippinischen Insel Mindanao bietet die Partnerorganisation Child Alert Kindern Schutz vor Gewalt und Ausbeutung.

In Äthiopien wiederum wird in der Hochlandregion Mädchen vom Volk der Arssi der Schulbesuch ermöglicht, und Frauengruppen bekommen Unterstützung dabei, ihre Lebenssituation - und damit die Entwicklung der ganzen Dorfgemeinschaft - zu verbessern. Und das Rescue Dada Centre in Kenia bietet Mädchen in den Slums von Nairobi Geborgenheit, ein Dach über dem Kopf, Schule und Berufsausbildung.