Hilfe von Bundesheer nötig

Das Bundesheer war am Dienstag erstmals auch in Salzburg zu Assistenzeinsätzen gerufen worden. In Dienten am Hochkönig und in Maria Alm (Pinzgau) schaufelten etwas mehr als 40 Mann den Schnee von öffentlichen Gebäuden, um die Gefahr von Schäden und Einstürzen zu verringern. Auf manchen Dächern lagen mittlerweile zwei bis drei Meter Schnee.

Am Vormittag begannen dann auch 40 bis 50 Soldaten bei Hintersee (Flachgau), die gesperrte Landesstraße von umgestürzten Bäumen zu befreien. Auch St. Koloman (Tennengau) bekam am Nachmittag durch 40 Mann Unterstützung. Darüber hinaus hat der Katastrophenschutz des Landes das Bundesheer um Hubschrauber-Unterstützung für Erkundungs-und Transportflüge und eventuelle Lawinensprengungen angefordert. Geplant sei überdies, dass in den nächsten Tagen bis zu vier Heereshubschrauber in Salzburg stationiert werden, um rasch für weitere Assistenzeinsätze zur Verfügung stehen zu können.

Kaum Helikopterflüge möglich

In der Steiermark waren wegen der schlechten Witterung am Dienstag vorerst kaum Hubschrauberflüge möglich. Die Heeres-Helikopter blieben am Boden, ein Polizeihubschrauber aus Klagenfurt musste im Raum Murtal abdrehen. Ein Helikopter der Exekutive aus Graz schaffte eine Lawinenerkundung in Johnsbach. Die Lawinensituation war weiterhin in den nördlichen Landesteilen erheblich bis groß. Die Schneemengen belasteten auch Hausdächer, Feuerwehren begannen verbreitet, diese abzuschaufeln. Im abgeschnittenen Sölktal machte sich die Bergrettung zu Fuß und mit Skidoo weiter nach hinten ins Tal auf, um Medikamente zu liefern.

Die Energie Steiermark zog Dienstagvormittag in Absprache mit der Landeswarnzentrale ihre Notstromaggregate vorsorglich für die Obersteiermark zusammen: "Bisher war der Schnee leicht und flockig, aber wenn er patzig wird und dann gefriert, kann das zu Schäden an Bäumen und in Folge auch an Stromleitungen führen", so Konzernsprecher Urs Harnik-Lauris. Besonders die derzeit am Straßenweg nicht erreichbaren Ortschaften würde ein zusätzlicher Ausfall der Elektrizität schwer treffen. Man arbeite an Lösungen, wie etwa die Notstromaggregate im Ernstfall in die Ortschaften gebracht werden, denn ein Einfliegen per Hubschrauber sei eher nicht denkbar. Bisher blieb es bei kleineren Ausfällen in der Stromversorgung.