Am Hochkar in der Marktgemeinde Göstling (Bezirk Scheibbs) wurde das Bundesheer um Hilfe gebeten, um Wohnobjekte freizuschaufeln. "Wir haben grünes Licht erhalten, dass wir Unterstützung vom Bundesheer bekommen", berichtete Bürgermeister Friedrich Fahrnberger (ÖVP) am Dienstag. Ein Einsatz war aufgrund der Situation an Ort und Stelle aber vorerst nicht möglich. Die Hochkar Alpenstraße und das Skigebiet bleiben bis auf Weiteres gesperrt, nachdem das Hochkar am Montag evakuiert worden war.

"Wir räumen die Straße auf einer Strecke von drei Kilometern bis zur ersten Gefahrenstelle, ab da ist gesperrt", berichtete Fahrnberger am Dienstag nach einer Besprechung der Lawinenkommission. Mittels Hubschraubern sollen die Gefahrenpunkte aus der Luft gesichtet und die Lawinensprengungen durchgeführt werden. Flüge waren aber am Dienstag aufgrund der Wetterlage nicht möglich. LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) machte sich auf den Weg nach Göstling, um am Nachmittag gemeinsam mit Militär und Einsatzorganisationen weitere Schritte und einen Assistenzeinsatz zu besprechen.

Auch bei der Suche nach zwei seit Samstag bei Hohenberg (Bezirk Lilienfeld) vermissten Tourengehern aus dem Bezirk Krems wird es zu einem Assistenzeinsatz des Bundesheeres kommen. Wegen der bestehenden großen Lawinengefahr müsse jedoch gründlich beurteilt werden, "ob wir in den Einsatzraum vordringen können", sagte Michael Hochgerner von der Alpinpolizei. Die Suche soll frühestens am Mittwoch fortgesetzt werden. "Wir wollen auf keinen Fall die Einsatzmannschaften gefährden."

Im südlichen Niederösterreich waren rund 300 Haushalte in den Bezirken Lilienfeld und Scheibbs von vorübergehenden Stromausfällen betroffen. "Ein Problem ist der Schneedruck, der Bäume umknickt und Äste abreißt, die auf Stromleitungen fallen", sagte EVN-Sprecher Stefan Zach. Auch der Sturm sorgte für Probleme. Knapp 200 Störungsmonteure der Netz NÖ standen gemeinsam mit Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Zum Teil mussten bei den Reparaturarbeiten Skidoos eingesetzt werden. Notstromaggregate wurden installiert für den Fall, dass es aufgrund von Wind und Schneelast erneut zu Störungen kommt.