Wien. 45.455 Ehen sowie 450 eingetragene Partnerschaften sind im Vorjahr in Österreich geschlossen worden. Nach den vorläufigen Daten der Statistik Austria bedeutet dies ein Plus von 1,1 Prozent bei den Hochzeiten, jedoch einen Rückgang bei den Verpartnerungen um 14,9 Prozent. Letzteres sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass seit 2019 auch gleichgeschlechtliche Ehen zulässig sind.

Seit 2015 werden auch im Ausland geschlossene Ehen und Verpartnerungen von in Österreich lebenden Personen erfasst. Im Vorjahr betraf das insgesamt 2.569 Hochzeiten (5,7 Prozent der Ehen) sowie 41 eingetragene Partnerschaften (9,1 Prozent), so die am Montag veröffentlichten Zahlen.

Deutliches Plus in Tirol

Zahl der Eheschließungen und eingetragenen Partnerschaften 2015-2018. - © APAweb/APA Grafik
Zahl der Eheschließungen und eingetragenen Partnerschaften 2015-2018. - © APAweb/APA Grafik

In sechs Bundesländern war man im Vorjahr heiratsfreudiger als noch im Jahr davor. Die deutlichsten Anstiege wurden dabei in Tirol (plus 3,6 Prozent) verzeichnet, gefolgt von Niederösterreich (3,3 Prozent), dem Burgenland (3,2 Prozent), der Steiermark (2,1 Prozent), Kärnten (2,0 Prozent) sowie Oberösterreich (1,0 Prozent). Weniger Hochzeiten gab es in Vorarlberg (minus 2,3 Prozent), Wien (1,8 Prozent) und Salzburg (0,7 Prozent).

Rund ein Fünftel der Ehen wurde 2018 von in Wien wohnhaften Paaren geschlossen, etwas weniger waren es in Niederösterreich (18,5 Prozent). Bei den eingetragenen Partnerschaften hatte die Bundeshauptstadt laut Statistik Austria mit etwa zwei Fünfteln (43,1 Prozent) noch deutlicher die Nase vorne.