Wien. Vom 21. bis 23. Juni findet heuer das Donauinselfest statt. Es steht dieses Jahr im Zeichen des Austropops, 80 Prozent der auftretenden Künstler kommen aus heimischen Gefilden. Am Mittwoch wurde das (fast) komplette Line-up präsentiert. Christina Stürmer, Folkshilfe und Revolverheld sind dabei.

Auf insgesamt 13 Bühnen - zwei mehr als im Vorjahr - und 17 Themeninseln sollen 1500 Künstler Unterhaltung bieten. Die Veranstaltung wird von der Wiener SPÖ organisiert. Ein Ziel des Open-Air-Festivals war es heuer, den Frauenanteil bei den Künstlern zu heben. Aus Sicht von SPÖ-Landesgeschäftsführerin Barbara Novak ist das gelungen, er liegt nun bei 30 Prozent. Das sei viel, unterstrich Novak. Denn bei anderen internationalen Festivals betrage dieser Anteil im Schnitt nur 15 Prozent.

In diesem Sinne gibt es auch erstmals eine Frauenbühne, auf der nur weibliche Künstler auftreten werden. Zur Sicherheit wurde heute betont: Im Publikum sind alle willkommen - Frauen und Männer. Das Angebot reicht vom Graffiti-Workshop bis hin zum Mädchenhandball.

Schweden und Amazonen

- © M. Hirsch
© M. Hirsch

Auf der Hauptbühne werden unter anderem die Österreicher Folkshilfe, die schwedische Rockband Mando Diao, die deutsch-kanadische Popmusikerin Alice Merton und die deutsche Rockband Revolverheld auftreten. Weiters sind Wolfgang Ambros, Christina Stürmer und Seiler & Speer angekündigt.

Im Kulturzelt wollen Stermann & Grissemann, die schräg-komödiantische britische Band The Tiger Lillies und Alfred Dorfer das Publikum zum Lachen bringen. Auf der Gewerkschafts-Bühne (GÖD) treten die singende Ex-Skirennläuferin und nunmehrige Dancing-Stars-Gewinnerin Lizz Görgl, der britische Musiker James Cottriall und der ehemalige Song-Contest-Teilnehmer für Österreich, Eric Papilaya, auf.

Auf der neuen Frauenbühne sollen Yasmo & Die Klangkantine, die Kernölamazonen, Katrina from "Katrina and the waves", Jazz Gitti und die Dancing-Stars-Teilnehmerin Virigina Ernst für Frauenpower sorgen. Das Line-up wurde heute fast vollständig präsentiert, aber "es gibt noch die eine oder andere Sperrfrist", merkte Novak an.

Kritik vom Rechnungshof

Im April 2019 war die Förderung von parteinahen Großevents in Wien vom Rechnungshof bemängelt worden. Laut einem Rohbericht wurden im Rathaus Abrechnungen mangelhaft kontrolliert. Beim Donauinselfest wurde auch bemängelt, dass Mittel für Parteiwerbung verwendet wurden. Außerdem sollen einige Ordner und Helfer nicht bei der Krankenkasse angemeldet worden sein. Die Strafe - betreffend drei Personen - sei von Fördergeldern bezahlt worden.