Wien. Bei einem ihrer ersten öffentlichen Auftritte als Bildungsministerin wird Iris Eliisa Rauskala vor mehreren Dutzend Schülerinnen und Schülern sprechen: Am heutigen Abend werden die vier jugendlichen Siegergruppen der Future Challenge in der Wiener Urania mit den Awards sowie dem Special Award der Redaktion der "Wiener Zeitung" ausgezeichnet. Bildungsministerin Rauskala wird die Begrüßungsworte sprechen.

In diesem Jahr stand der Videowettbewerb für Schüler der "Wiener Zeitung" unter dem Motto #europa4me. Die Schüler hatten diesmal die Aufgabe, einen Wahlwerbespot für die Wahlen zum Europäischen Parlament zu drehen: Sie sollten Skeptiker und Wahlmuffel durch ihr Video überzeugen, zur EU-Wahl am 26. Mai zu gehen.

Europa respektive die Europäische Union waren in diesem Schuljahr großes Thema an allen Schulen. Für viele Pädagogen und Pädagoginnen bot der Wettbewerb daher eine willkommene Gelegenheit, das politisch brisante und zugleich so trocken wirkende Thema auf neue Weise aufzubereiten. "Mit der Teilnahme an Wettbewerben lassen sich neue inhaltliche Impulse setzen, die es den Schülern erlauben, sich mit ihren Stärken einzubringen", sagt etwa Idil Gönenli, Lehrerin am Gymnasium Stubenbastei in Wien.

Insgesamt haben sich 74 Schülergruppen ab der 9. Schulstufe aus ganz Österreich an der diesjährigen Future Challenge #europa4me beteiligt. Entstanden sind 74 Videos, die sich aus ganz unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema Europa auseinandersetzen.

Filme technisch anspruchsvoll

Die Europäische Union, das ist in den Augen der Jugendlichen eine Gemeinschaft, die bestimmten Werten verpflichtet ist - unter anderem dem Wert, sich gemeinschaftlich für geteilte Ziele einzusetzen. Die großen Probleme der Menschheit wie etwa der Klimawandel lassen sich nur gemeinsam lösen, so ein wiederkehrendes Motiv der Video-Arbeiten.

"Die Videos zeigen, dass es auf das Zusammengehörigkeitsgefühl in Europa ankommt", sagt Ina Weber, Mitglied der Jury der "Wiener Zeitung".

Die Kurzfilme sind technisch anspruchsvoll: Viele Schülergruppen haben sich das notwendige Wissen über Dramaturgie, Film und Filmschnitt selbst im Laufe der Arbeit am Video angeeignet. Einige Projektgruppen berichten, dass die Diskussionen über Thema, Aufbau und Form besonders intensiv waren.

Die nunmehr vier Gewinner sind aus einem Voting auf YouTube und der anschließenden Jury-Bewertung hervorgegangen. Der Jury gehören Alexander Eppler, Bildungsbeauftragter der Wirtschaftskammer Wien, Paul Poet, Filmemacher, Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission und Benedikt Weingartner, Europa:Dialog an.

Das Bildungsministerium, die Plattform Europa:Dialog und das Europäische Parlament sind die Partner der diesjährigen Future Challenge #europa4me.